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Chemie kann einer guten Zukunft entgegensehen
Der Export von deutschen Chemieprodukten wird in den kommenden 20 Jahren weiter zunehmen. Hauptgrund ist das weltweite Bevölkerungswachstum, das zu einem zunehmenden Bedarf an Konsumgütern führt. Diese Entwicklung wird sich besonders in Asien und Lateinamerika zeigen. Konsumgüterproduzenten, allesamt Kunden der Chemiebranche, werden in diese neuen Märkte drängen, was zu einer Verschiebung der weltweiten Wachstumszentren weg von Europa führen wird.
Deutschland kann von dieser Entwicklung profitieren und seine Chemieproduktion um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 steigern. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos, das in Zusammenarbeit mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) eine umfassende Studie mit dem Titel „Die deutsche chemische Industrie 2030“ erstellt hat.
Die erfolgreiche Teilnahme an der Globalisierung fußt auf der starken industriellen Basis in Deutschland mit ihren vielfältigen Kompetenzen und Wertschöpfungsketten. Sie ist gleichzeitig Garant für zukünftige Exporterfolge. Deutsche Unternehmen profitieren hierzulande von intensiven und branchenübergreifenden Verflechtungen in Industrienetzwerken sowie einer ausgeprägten Arbeitsteilung, die dann auch Spezialisierungsvorteile ermöglicht.
Wertschöpfungsketten sind für erfolgreiche Zukunft elementar
Zu dieser Thematik hat das IW jüngst im Auftrag der Verbände VCI, VDMA und WV Stahl eine weitere Studie unter dem Titel „Wertschöpfungsketten und Netzwerkstrukturen in der deutschen Industrie“ erarbeitet, die die Prognos-Untersuchung sinnvoll ergänzen soll.
Die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Zukunft der deutschen Wirtschaft in einer globalisierten Welt ist gut. Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung sind die künftigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Inland, zum Beispiel in der Energie- oder Forschungspolitik. Im globalen Maßstab kommt der Weiterentwicklung des Welthandelsregimes hin zu mehr offenen Märkten und Rechtssicherheit zentrale Bedeutung zu. Für die Exportnation Deutschland sind beide Ebenen erfolgskritische Elemente.
Grafiken zur Studie "Chemie 2030"
* Quelle: VCI
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