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ACHEMA 2012-Trendbericht Prozessanalysetechnik

Der Weg zur wissensbasierten Produktion

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Auch hier werden optische Methoden eine große Rolle spielen. Weitere Herausforderungen sind die Entwicklung von Sensoren für die Detektion von Mikroorganismen, die Entwicklung von Lösungen für die Reinigungsoptimierung sowie für drahtlose Sensornetze.

Zukunftsfähigkeit der Produktion: Forschung und Weiterbildung als Garant

Im Rahmen der Agenda Photonik 2020 des Bundesministeriums für Forschung und Technologie wurden Visionen entwickelt, wie in Zukunft photonische Verfahren in die Produktionsautomatisierung integriert werden können. Ein großes Hemmnis besteht darin, dass Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet auf der einen Seite stark technologiegetrieben und anderseits mit hochkomplexen Fragestellungen verbunden sind.

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Dementsprechend müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die einen Paradigmenwechsel von dem bestehenden Technology-Push hin zu einem Application-Pull ermöglichen und zu einer konsequenten Einbindung der Anwender führen. Dazu müssen Grenzen zwischen den Disziplinen aufgebrochen werden. Diese Transdisziplinarität muss sich dann zukünftig auch verstärkt in den Inhalten und der Organisation der Lehre widerspiegeln. Generell sollte bei den Studenten die Faszination für die Komplexität geweckt und gezielte Aus- und Weiterbildungsprogramme etabliert werden.

Drohender Fachkräftemangel

Aufgabe der Prozessanalytik ist, diese unterschiedlichen Kulturen miteinander zu verknüpfen. Die besondere Schwierigkeit bei der Umsetzung besteht jedoch darin, dass ausgebildetes Personal nicht zur Verfügung steht. Es gibt zwar an einigen Hochschulen und Ausbildungsstätten in Deutschland und Europa Insellösungen, sie sind aber nicht in der Lage, die notwendige Breite für die Querschnittstechnologien in der Prozessanalytik darzustellen. Das anhaltende Wachstum der deutschen Chemieindustrie kann nach Einschätzung der Unternehmensberatung A.T. Kearney schon sehr bald durch den Fachkräftemangel ausgebremst werden. Trotz sinkenden Arbeitsplatzbedarfs könnten bis 2030 bis zu 30.000 Stellen in der deutschen Chemieindustrie nicht wieder besetzt werden, heißt es in der Studie der Unternehmensberatung. Wachstum und Innovationsfähigkeit seien deshalb in Gefahr.

Aus diesem Grund ist es unumgänglich, ein neues Konzept der Fort- und Weiterbildung für die Industrie zu entwickeln und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Universitäten und der Industrie zu stärken. Wichtig ist dabei, den Trialog zwischen Hochschulen, Geräteherstellern und Endnutzern zu fördern und dieses Wissen in alle Bereiche des betrieblichen Alltags zu integrieren.

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* Dieser Trendbericht wurde von internationalen Fachjournalisten im Auftrag der Dechema zusammengestellt.

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