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ACHEMA Trendbericht Anlagenbau

Der Trend geht zur Megaplant: So managen Sie den Anlagenbau der Zukunft

| Redakteur: Matthias Back

Der Chemieanlagenbau boomt. Schenkt man den Zahlen des US-Chemieverbands ACC Glauben, dann werden sich die Investitionen in Chemieanlagen weltweit innerhalb von acht Jahren verdoppeln und 2018 insgesamt 487 Milliarden Euro erreichen. Nicht zuletzt die Schiefergas-Bonanza in den USA beschert europäischen und vor allem deutschen Anlagenbau-Anbietern eine wahre Projektflut.

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The industrial plant manufacturing sector has to face several challenges.
The industrial plant manufacturing sector has to face several challenges.
( © industrieblick - Fotolia)

Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IHS wird die Förderung unkonventioneller Energieträger wie Schiefergas und Schieferöl bis 2025 allein in der US-Chemie Investitionen in Höhe von 79 Milliarden Euro anschieben. Doch die positive Entwicklung bringt sowohl für die Investoren aus der Chemie als auch für die Auftragnehmer im Anlagenbau zahlreiche Herausforderungen mit sich.

In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur die Projektstruktur verändert – die Projekte werden tendenziell immer größer – sondern auch die Rollenverteilung zwischen Betreibern, betreibereigenen Ingenieurabteilungen und den Anlagenbauunternehmen sind in Bewegung geraten.

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Die Trends im Chemiegroßanlagenbau

Der klassische Ansatz der betreibereigenen Ingenieurabteilungen in der Chemie ist das EPCM-Modell. Im Gegensatz zum EPC-Auftrag, bei dem der Anlagenbetreiber ein Anlagenbau-Unternehmen komplett mit der Planung, der Beschaffung des Equipments und dem Bau beauftragt, behält der Betreiber beim EPCM die volle Verantwortung und Kontrolle über das Projekt.

Doch der Trend zu Großprojekten ändert die Rollenverteilung im Chemieanlagenbau, neben EPC, EPCM gibt es einen Trend zu Engineeringpartnerschaften. Auch wenn das Wettbewerbsumfeld insgesamt angespannt bleibt, gibt es auch gute Nachrichten. Der Preisdruck der südkoreanischen Anlagenbauer lässt nach, Verluste in den Geschäftsbüchern haben die Risikobereitschaft sinken lassen.

China hingegen gewinnt Anteile im mittleren Osten mit einer Kombination aus Risikobereitschaft, Preisaggressivität und attraktiven Finanzierungskonzepten. Großanlagenbauer westlicher Industrienationen geraten dadurch ins Hintertreffen und suchen nach Methoden zur Produktivitätssteigerung u.a. durch Standardisierung und Modularisierung.

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