Stellgeräte

Das Stellgerät von heute ist digital, intelligent und kommunikationsfähig

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Neben der hohen Fertigungstiefe punktet das Unternehmen aber auch mit einem breiten Produkt-Portfolio: So ist sich Kiesbauer sicher, für fast jede Aufgabe das passende Stellventil samt Zubehör im Programm zu haben, und sieht Samson daher als Main Valve Vendor. Doch das Vorstandsmitglied versteht unter dem schmissigen Anglizismus mehr als nur „Wir liefern alles aus einer Hand“. „Dazu gehört auch, dass wir mit unseren Geräten vernünftig in die Automatisierungsprozesse integriert sind“, stellt Kiesbauer klar. Um dies sicherzustellen, läuft längst die Entwicklung der Geräte in Kombination mit den verschiedensten Leitsystemen, etwa ABB, Siemens, Emerson, Yokogawa oder Honeywell auf Hochtouren. Wie Kiesbauer betont, werde man diese Entwicklungsaufgaben noch weiter intensivieren. Doch bereits heute ist einiges erreicht: Die Samson-Geräte unterstützen die gängigsten Leitsysteme und Kommunikationsschnittstellen, wie Hart, Profibus PA oder Foundation Fieldbus. Für die Geräteintegration nutzt der Stellgeräte-Hersteller die zwei Sprachen EDDL und FDT/DTM. Leider erfüllen derzeit beide Konzepte nicht alle Anforderungen der Anwender, die in der Namur-Empfehlung NE 105 festgelegt sind. „Die Field Device Integration (FDI), ein neues einheitliches Konzept der Geräteintegration, könnte die Mängel beheben“, bringt Kiesbauer seine Hoffnung zum Ausdruck. Bei der Erarbeitung der FDI versucht man, beide Systeme zusammenzuführen und zu ergänzen. „Diese Entwicklung darf jedoch nicht zu einer weiteren Version der Geräteintegration führen“, fordert Kiesbauer. Schon heute müssten die Entwickler bei Samson über aufwändige Systemtests die Interoperabilität testen, um zu sicheren Lösungen zu gelangen. Eine weitere Version würde den Aufwand nur noch weiter erhöhen.

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