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Trocknen in Japan-Qualität

Darum setzt Takeda jetzt auf Kondensationstrocknung

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Trocknung und Kühlung nach Sterilisation

In der bei Takeda befindlichen Produktionsanlage werden die Vials befüllt, verschlossen, gebördelt und anschließend terminal sterilisiert. Die Vials mit einem Füllvolumen von maximal 100 ml befinden sich in Kassetten mit einer Größe von etwa 20 x 30 cm, die mit einem Lochblech ausgestattet sind. Jeweils acht Kassetten auf 13 Lagen werden auf einem Gestell platziert.

Der Sterilisator wird gleichzeitig mit drei Gestellen, somit mit 312 Kassetten befüllt. Nach der Heißwasserberieselung fahren die Gestelle auf einer Rollenbahn automatisch in den Trocken-Kühl-Tunnel. Dort werden sie bei einer Temperatur von 55 °C 45 Minuten getrocknet und anschließend 30 Minuten auf eine Temperatur von 35 °C gekühlt.

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Der Trocken- Kühl-Tunnel mit den Abmaßen L x B x H 3400 x 2800 x 4580 mm ist zur Aufnahme von drei Gestellen konzipiert. Insgesamt drei spezielle Ventilatoren sorgen für eine optimale Luftverteilung, wobei jeder Ventilator einen eigenen Kreislauf darstellt, der die zur Trocknung notwendige trockene Luft zielgerichtet durch das jeweilige Gestell bzw. die Kassetten führt.

Der hier erzeugte Luftvolumenstrom beträgt etwa 30 000 m3/h. Auf diese Weise kann der Trocknungsvorgang auch bei Teilbeladung reibungslos von statten gehen. Die für die Klimaregelung verantwortliche Entfeuchtungstechnik ist in diesem Fall in einem separaten Modul untergebracht, das durch isolierte Luftkanäle mit dem Tunnel verbunden ist.

So wird die trockene Luft in den Tunnel geblasen, strömt über die Vials und geht, mit Feuchtigkeit gesättigt, zurück in das Trocknungs-Modul. Überschüssige Wärme aus der Trocknungsanlage wird an einen wassergekühlten Plattenwärmetauscher abgeführt. Die komplette Anlage ist mit einer SPS-Steuerung ausgestattet. Nach Beendigung des Trocken-Kühl-Vorgangs werden die Vials direkt weiterverarbeitet.

Hohe Prozesssicherheit durch GMP-gerechtes Verfahren

Die bei Takeda vorhandenen Systeme zur Dichtheitsprüfung können nun gute Dienste leisten. „Dadurch, dass die Vials heute wirklich vollständig trocken sind, erhält das System keinerlei Fehlermeldung mehr über eine vermeintliche Undichte der Vials. Ausschuss, der eigentlich gar kein Ausschuss war, sondern einfach nur Ware mit einer Restfeuchte außen, gehört der Vergangenheit an“, berichtet Griem.

Nachgeschaltete Prozesse können deutlich zeitnaher gestartet und Zwischenlagerkapazitäten deutlich geringer gehalten werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Art zu trocknen beste Qualität und höchste Prozesssicherheit gewährleistet. Die Airgenex-Kondensationstrocknung ist ein flexibles System, das in jede Prozessart inte­grierbar ist.

Die Luftentfeuchtung mittels Wärmepumpe ist für Batchbetriebe jeglicher Art genauso einsetzbar wie für alle kontinuierlichen Verfahren.

* Der Autor ist Mitarbeiter im technischen Vertrieb bei Harter Oberflächen- und Umwelttechnik GmbH, Stiefenhofen. Kontakt: Tel. +49-8383-9223-17

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