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Maschinenbau

Darum geht im Maschinenbau ohne Industrie 4.0 bald nichts mehr

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Industrie 4.0 war und ist für Optima daher Impuls für Neu- und Weiterentwicklungen. Predictive Maintenance sei ein solches Thema, sagt Sauter, „also die Nutzung der Digitalisierung, um vom Condition Monitoring und der vorbeugenden oder gar noch reaktiven Wartung hin zur vorausschauenden Wartung zu kommen.“

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Leuchtturmprojekt: Parfüms in Losgröße 1

Optima gehört wie Schubert zu den Unternehmen, die – ohne den Begriff Industrie 4.0 überhaupt zu kennen – schon frühzeitig die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt haben. Die Entwicklung der PDM-Software Opal (Optima Process Automation Library) startete 2007.

Ein Leuchtturmprojekt, eine Großanlage mit Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro für die Herstellung von Parfüms in Losgröße 1, war Pegasus im Jahr 2008.

Wer der 63 Meter langen Anlage beim Arbeiten zusehen will, dem sei das Youtube-Video „NWA Bluebox Perfume Machine“ empfohlen.

Einen großen Schritt machte Optima dann im Jahr 2011, also dem Geburtsjahr des Begriffs Industrie 4.0, mit der Entwicklung von TCAM. Im Jahr darauf installierte das Unternehmen bereits erste Bausteine dieses Software-Pakets in Pilotprojekten, um so auf den Bedarf und die Anforderungen der Kunden eingehen zu können.

Perspektivenwechsel und Start-up-Feeling

Sehr systematisch näherte sich Uhlmann Pac-Systeme dem Thema Industrie 4.0. Kathrin Günther, die den Bereich Sales Support Software & Automation leitet, erinnert sich: „Nicht nur die technologische Seite, sondern vor allem die Perspektive der Nutzer stand bei uns im Fokus. Wichtig waren für uns auf diesem Weg die Anwendung von Design-Thinking- und Lean-Start-up-Methoden, in die wir auch über 30 repräsentativ ausgewählte Kunden eingebunden haben.“

Der resultierende Anforderungskatalog soll zu 100 % bedarfsgerechten digitalen Produkten führen. Im Rahmen der weiteren Digitalisierungsstrategie hat das Unternehmen, das sich auf Pharmaverpackungslösungen spezialisiert hat, Teams ins Leben gerufen, die sowohl das digitale Neugeschäft als auch die technologischen Aspekte für bestehende und neue Lösungen betrachten. Inzwischen hat es erste Prototypen mit Kunden entwickelt, die Schritt für Schritt verfeinert werden sollen.

Kathrin Günther konkretisiert die nun anstehenden Aufgaben: „Diese Lösungsansätze validieren wir derzeit – unter technologischen Aspekten, aber auch im Hinblick auf das wirtschaftliche Potenzial. Die Vorteile der Digitalisierungslösungen lägen auf der Hand – von Zeit- und Kosteneinsparungen über höhere Produktsicherheit bis hin zu Qualitätssteigerungen. „Daher“, sagt Günther „rechnen wir mit der raschen Einführung marktfähiger Produkte und Services“.

Zu Uhlmanns Industrie-4.0-Projekten gehören Big-Data-, Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Anwendungen, etwa VR-Trainings. „Wir testen diese gerade in der Praxis“, berichtet Günther und erläutert: „Anstatt die Produktion für die Einarbeitung neuer Kollegen zu unterbrechen, kommen Virtual-Reality-Anwendungen zum Einsatz. Über ein VR-System lernen die Mitarbeiter die Maschine in einer virtuellen Umgebung kennen und eignen sich alle wichtigen Handgriffe an, beispielsweise für einen Formatwechsel.

Die Vorteile sind offensichtlich: hohe Produktivität, keine Reisekosten für externe Schulungen, schnelle, effiziente Einarbeitung. Daher ist das Interesse groß.“ Auch der Einsatz von Datenbrillen für den Remote-Support der Kunden durch Uhlmann-Servicetechniker sowie Big-Data-Anwendungen für Predictive Maintenance gehören zu den Pilotprojekten.

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