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Exportmeister Pharmaindustrie
Die pharmazeutische Industrie Indiens zählt 250 bis 300 Firmen im organisierten Sektor, die etwa 70% der Produktion repräsentieren. Darunter befinden sich fünf Staatsunternehmen (Public Sector Units, PSU).
Die zehn größten Pharmakonzerne generieren etwa 30% des Branchenumsatzes. Darüber hinaus existieren circa 10.000 weitere kleine und mittelständische lizenzierte Betriebe. Die Pharmaindustrie zählt zu den exportstärksten Wirtschaftszweigen des Landes.
Außenhandel
Indien führte im Finanzjahr 2010/11 ausgewählte chemische und pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 1,7 Bill. indischen Rupien (iR; rund 26,1 Mrd. Euro; durchschnittlicher Devisenkurs 2011: 1 Euro = 65,12 iR) ein. Deutschland zählte nach der VR China und den USA zu den wichtigsten Lieferländern, verlor zuletzt jedoch Marktanteile an die Konkurrenz. Die deutschen Lieferungen legten 2010/11 um 12% (auf Rupienbasis) zu, während die Gesamtimporte um 19% stiegen.
Geschäftspraxis
Die Einfuhr bestimmter organisch-chemischer Erzeugnisse (HS 29) erfordert die Genehmigung des Directorate General of Foreign Trade.
Importe von pharmazeutischen Produkten sowie Kosmetika (HS 33.04 bis 33.07) sind vorab beim Gesundheitsministerium zu registrieren. Die Vorschriften für die Kennzeichnung pharmazeutischer Erzeugnisse und Kosmetika sind im "Drug and Cosmetics Act and Rules" festgeschrieben.
Die Richtlinien für den Pharmamarkt werden von der Central Drug Standard Control Organization herausgegeben. Die National Pharmaceutical Pricing Authority setzt die Preise für Medikamente mit bestimmten Wirkstoffen fest.
Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Indien finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.
* Quelle: Germany Trade and Invest
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