Länderreport Indien

Chemieindustrie am Ganges

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Bedarf an Basischemikalien und Kunststoffen steigt

Indiens Bedarf an Basischemikalien und Kunststoffen legt seit 1990 um durchschnittlich 10% jährlich zu. Bislang ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Kunststoffen mit schätzungsweise 12 kg gering und das Marktpotenzial entsprechend groß.

Die Branche rechnet in den nächsten Jahren mit einem Plus bei Polyolefinen (PO) von 7 bis 8% pro Jahr, geschürt unter anderem von der Nachfrage der Automobilindustrie, des Verpackungssektors und im Zuge des Infrastrukturausbaus.

Spezialchemieindustrie soll kräftig zulegen

Die Spezialchemieindustrie soll der Wirtschaftsberatung McKinsey zufolge bis 2020 von derzeit rund 22 Mrd. US$ auf 80 Mrd. bis 100 Mrd. US$ zulegen. Wachstumstreiber sind der Infrastrukturausbau und die fortschreitende Urbanisierung. Für die Modernisierung der Straßen- und Schienenwege kommen beispielsweise Spezialchemikalien in Zement zum Einsatz oder als Polyurethan-Beschichtung bei Brücken.

Auch der Ausbau der Kapazitäten für die Energieerzeugung - von 2012 bis 2017 sollen 150 Mrd. US$ in den Sektor fließen - befeuert die Nachfrage.

Zweistellige Wachstumsraten bei Kosmetika

Der Absatz von Kosmetik und Körperpflegeprodukten könnte sich laut dem Dachverband der Industrie- und Handelskammern (Assocham) von derzeit rund 1,8 Mrd. US$ bis 2014 verdoppeln.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Körperpflegeprodukte sind gering, das Marktpotenzial entsprechend groß. Eine besonders hohe Nachfrage wird bei Hautbleichmitteln für Frauen und Männer verzeichnet. Die hohe Inflation im letzten Jahr konnte das Wachstum der Branche nicht trüben. Die drei größten indischen Hersteller Hindustan Unilever, Godrej Consumer Products und Dabur India meldeten für 2011/12 zweistellige Wachstumsraten.

(ID:34909660)