Länderreport Singapur

Chemiebranche in Singapur – eine Erfolgsgeschichte

Seite: 4/4

Firma zum Thema

um rund 8 Prozent pro Jahr zulegen. Generika machen mit circa 60 Millionen US$ nur knapp 10 Prozent des Absatzvolumens aus. Die Gesundheitseinrichtungen achten aber zunehmend auf die Kosten, daher rechnet BMI mit einem Generikaabsatz von 89 Millionen US$ im Jahr 2014.

Die meisten Medikamente werden importiert, obwohl die lokale Pharmaindustrie zu den größten Branchen des Landes zählt. Viele internationale Anbieter von Arzneimitteln haben bereits Vertriebsstrukturen in Singapur etabliert.

Bildergalerie

Der Markt für Körperpflegemittel und Kosmetika hatte 2009 nach Berechnung der Marktforschungsfirma Euromonitor ein Volumen von 793 Millionen US$ (+3,8 Prozent gegenüber 2008). Die Nachfrage nach Hautpflegeprodukten lag bei rund 246 Millionen US$. Euromonitor meint, der Markt für Körperpflegemittel sei relativ gesättigt. Mit innovativen Produkten könnten Anbieter jedoch ihre Marktposition bei den markenbewussten Singapurern ausbauen. Als dominierende Anbieter gelten die Konzerne L’Oréal, Procter & Gamble und Estée Lauder, die mit ihren Handelsmarken den Markt bearbeiten.

Gute Aussichten bestehen für den Absatz von Farben und Lacken

Gute Aussichten bestehen für den Absatz von Farben und Lacken, der nach Berechnung der Marktforschungsfirma Information Research von 2009 bis 2014 von 219.000 auf 307.000 t steigen dürfte. Die Verkäufe profitieren 2011 von den starken Aktivitäten im Schiffbau sowie im Bausektor. Beide Branchen melden volle Auftragsbücher. Rund 3.000 Unternehmen der Schiffs- und Werftindustrie sind wichtige Abnehmer von Farben und Lacken. In der maritimen Industrie werden vor allem Reparaturen durchgeführt, gefolgt von der Montage von Ölplattformen sowie dem allgemeinen Schiffbau.

Die Beschaffungen von Baumaterialien einschließlich Beschichtungen dürften 2011 erneut zulegen. Der Staat will seine Investitionen in den öffentlichen Bau kräftig erhöhen, die privaten Bauaktivitäten dürften hingegen leicht zurückgehen. Im Jahr 2010 verzeichnete die Baubranche ein Wachstum von 6,5 Prozent. Für 2011 prognostizieren Konjunkturexperten im Mittel eine Zunahme um 5,0 Prozent. Die Käufer von Farben, Lacken und Bauprodukten aus Kunststoffen achten wegen allgemein steigender Baukosten verstärkt auf die Einkaufspreise.

Außenhandel

Im Außenhandel mit chemischen Erzeugnissen erzielt Singapur einen Überschuss. Die Ausfuhren von Chemieprodukten legten 2010 gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf circa 57 Milliarden S$ zu. Singapur nimmt eine wichtige Funktion als Drehscheibe im regionalen Handel ein. Von den Chemieeinfuhren in Höhe von 29 Milliarden S$ wurden 2010 Erzeugnisse für 13 Milliarden S$ reexportiert.

Geschäftspraxis

Bevor Arzneimittel in Singapur auf den Markt gebracht werden dürfen, benötigen sie eine Zulassung der Health Sciences Authority. Kosmetika müssen ebenfalls dort angemeldet werden. Gefährliche Chemikalien benötigen eine Importlizenz. Die Kennzeichnung von Chemikalien sowie die Verpackungsbeschriftung regelt der „Poisons Act“. Über die Abfallentsorgung chemischer Produkte informiert die National Environment Agency.

* Quelle: Germany Trade and Invest

(ID:27705380)