Länderreport Singapur

Chemiebranche in Singapur – eine Erfolgsgeschichte

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Schering-Plough, Merck Sharp & Dohme, Novartis, Pfizer, Lonza, Roche, Baxter und GlaxoSmithKline Großanlagen errichtet. Die Unternehmen stellen dort einige ihrer meistverkauften Produkte her. Novartis, Roche und Zuellig Pharma haben in den letzten Jahren ihre Kapazitäten aufgestockt. Baxter verfolgt derzeit ein Ausbauprogramm. Ein wachsender Teil der Investitionen fließt in Forschung und Entwicklung.

Marktentwicklung/-bedarf

Der wichtigste Abnehmer von chemischen Erzeugnissen in Singapur war 2010 neben der Chemieindustrie selbst die lokale Elektronikindustrie mit einem Produktionswert von 94 Milliarden Singapur-Dollar (S$), das entspricht knapp 52 Milliarden Euro. Weitere Abnehmer waren der Maschinenbau (27 Milliarden S$), die maritime Industrie (16 Milliarden S$), die Hersteller von Lebensmitteln und Tabakwaren (7,3 Milliarden S$), die Luftfahrttechnik (7,2 Milliarden S$), sowie die Druckbranche (2,7 Milliarden S$). Die Einfuhr von Chemieprodukten belief sich auf 28,6 Milliarden Singapur-Dollar.

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Rohstoffe müssen vollständig aus dem Ausland bezogen werden

Die lokale Chemieindustrie, mit 100 Milliarden Singapur-Dollar Produktionswert der bedeutendste Industriezweig des Stadtstaates, fragt vor allem Vorprodukte nach. Einen Teil des Bedarfs decken die petrochemischen Verbundwerke des Chemieclusters auf der Insel Jurong, der Rest wird importiert. Rohstoffe müssen vollständig aus dem Ausland bezogen werden. Singapur importierte 2010 Erdöl im Wert von 32,8 Milliarden Singapur-Dollar für seine Raffinerien und den Zwischenhandel. Eine große Nachfrage besteht auch nach anderen Zulieferungen wie Kunststoffen in Primärformen.

Die Anzahl der Endverbraucher von chemischen Erzeugnissen ist in dem Stadtstaat mit 5,1 Millionen Einwohnern begrenzt. Die Singapurer verfügen allerdings mit 43.867 US$ (2010) über das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Südostasien. Daher besteht eine beträchtliche Nachfrage nach hochwertigen Konsumwaren, die 2011 um circa 7 Prozent zulegen soll.

Medikamentenmarkt entwickelt sich positiv

Die Bevölkerungszahl in Singapur wächst kaum. Der Anteil der über 65-jährigen soll sich jedoch bis 2020 auf 20 Prozent verdoppeln. Der Medikamentenmarkt hatte 2010 nach Berechnung der Marktforscher von Business Monitor International (BMI) ein Volumen von etwa 610 Millionen US$. Nach Ansicht von BMI soll er bis 2012...

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