VCI-Prognos-Studie "Chemie 2030"

„Chemie 2030“: Wohin führt die Reise? – Das meinen die Chefs...

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Das Budget für FuE-Maßnahmen soll sich bis 2030 fast verdoppeln. Welcher Anteil davon fließt in die Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Verfahren?

Dr. Klaus Engel: „Evonik hat sein Geschäft an den weltweiten Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz und Globalisierung ausgerichtet. Unsere Forschung ist dezentral organisiert und mit den Anforderungen der Märkte verzahnt. Dabei spielt Ressourceneffizienz auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette eine wichtige Rolle. Unsere eigenen Prozesse verbessern wir kontinuierlich. Ebenso verbessern wir für unsere Kunden die Prozesse, zum Beispiel mit dem HPPO-Verfahren zur Herstellung von Propylenoxid aus Wasserstoffperoxid. Und nicht zuletzt sorgen unsere Produkte bei den Endkunden für Ressourceneffizienz: Mit den mit Silica-Silan-System ausgerüsteten Reifen wird z.B. ein deutlich geringerer Rollwiderstand und damit eine Einsparung von bis zu acht Prozent Kraftstoff möglich - im Vergleich zu herkömmlichen Pkw-Reifen.“

Ralf Brinkmann: „Investitionen in Effizienz und Nachhaltigkeit zahlen sich immer aus und sind integrierter Bestandteil aller Projekte in unserer Produkt- und Verfahrensentwicklung. Deshalb ist es nicht möglich, einen spezifischen Anteil herauszurechnen.“

Dr. Wilhelm Sittenthaler: „Der Wacker-Konzern investiert jedes Jahr fast vier Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Welcher Anteil davon in die Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Verfahren geht, lässt sich schwer sagen, denn viele Produkte und Verfahren, die wir entwickeln, machen beides: Sie verbessern die Eigenschaften der Formulierung oder des Endprodukts und sorgen gleichzeitig für einen effizienteren Herstellprozess. Unsere UV-aktivierbaren Siliconkautschuke müssen beispielsweise nur kurz mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden, damit sie vernetzen. Im Vergleich zu gewöhnlichen Siliconen, die thermisch ausgehärtet werden, funktioniert dieser Prozess bereits bei Raumtemperatur, was deutlich Energie und Kosten spart.“

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