Blasensäulen-Versuchsreaktor

Blasensäulen im Auftrieb - wichtiger Reaktortyp wird effizienter

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Projekt "Multi-Phase" entwickelt Modelle und Methoden weiter

Die Projektpartner sollten zum einen Messtechnik für Pilot- und Produktionsreaktoren entwickeln und optimieren. Zum anderen sollten sie neue Modelle für Blasensäulen berechnen und ihre Gültigkeit anhand konkreter Messungen belegen. Untersucht wurden unterschiedliche Test-Stoffsysteme zum Beispiel aus dem Lösungsmittel Aceton und dem Gas Stickstoff.

Nach Abschluss des Projekts im April 2015 wird eine Open-Source-Software zur Verfügung stehen, die alle Interessenten nutzen und weiterentwickeln können. Becker zieht schon heute ein positives Fazit: „Der Erkenntnisse sind auf breiter Basis für verschiedene Reaktionen anwendbar und werden vielfältige Verbesserungen im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, aber auch auf die Energie- und Ressourceneffizienz von Chemieanlagen nach sich ziehen.“

Evonik nutzt Versuchsanlage für realen Prozess

Die im Mai 2014 gestarteten Arbeiten von Evonik in der Blasensäulen-Versuchsanlage bauen auf Erkenntnissen aus dem Projekt „Multi-Phase“ auf. Die Blasensäule der Versuchsanlage ist vier Meter hoch und war für die Testphase des BMBF-Projekts im Chemiepark Marl errichtet worden. Evonik nutzt sie nun nach Abschluss der Testphase für das reale Stoffsystem Olefin und Synthesegas. Becker erklärt:

„Mit Hilfe der neuen Messtechnik aus dem Multi-Phase-Projekt wird es erstmals möglich sein, das System über einen längeren Zeitraum zu beobachten und dadurch ein besseres Verständnis für die ablaufende Reaktion zu erhalten.“ Danach soll der Reaktor genutzt werden, um neue Produktions-verfahren für die Herstellung von Weichmacheralkoholen und Spezialchemikalien zu erproben – unter anderem mit verschiedenen Katalysatoren bei Variation von Drücken und Temperaturen.

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