Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie Biontech macht rund eine Milliarde Euro Verlust – Gründer verlassen Unternehmen

Von Wolfgang Ernhofer 17 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

10.03.2026

Hamburg (dpa/lno) *19:50 Uhr – Wirkstoffforscher Evotec baut bis zu 800 Stellen ab

Der Hamburger Wirkstoffforscher und -entwickler Evotec plant den Abbau von bis zu 800 Stellen. Das teilte das börsennotierte Unternehmen mit. Der Abbau solle über den Konzern verteilt erfolgen, sagte eine Evotec-Sprecherin. Auch Hamburg ist demnach betroffen. Über die Einzelheiten des Abbaus hatte zuvor das «Hamburger Abendblatt» berichtet. Ende 2024 waren laut Sprecherin schon konzernweit 400 Stellen weggefallen.

Die Zahl der Standorte soll in den nächsten zwei Jahren von 14 auf 10 sinken, hieß es in der Mitteilung. In Deutschland werde die Niederlassung in München aufgelöst. Schon von 2024 bis 2025 war die Zahl der Standorte von 19 auf 14 reduziert worden. Ende 2025 arbeiteten nach Angaben der Sprecherin rund 4.500 Menschen für das Unternehmen.

Evotec befindet sich seit einiger Zeit in einer Neustrukturierung. Evotec bezeichnet sich als Life-Science-Unternehmen. Der Konzern forscht als Dienstleister an Wirkstoffen und entwickelt sie; zudem unterhält er Partnerschaften mit anderen Unternehmen. Den Geschäftsbericht will Evotec am 8. April vorstellen.

Mainz (dpa/lrs) *11:47 Uhr – Biontech macht rund eine Milliarde Euro Verlust

Angesichts weiter hoher Entwicklungskosten hat Biontech im Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Er belief sich auf netto 1,12 Milliarden Euro, wie das Biotechnologie-Unternehmen aus Mainz mitteilte. Das war deutlich mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr mit 665,3 Millionen Euro.

Der Umsatz der Mainzer kletterte 2025 demnach auf 2,87 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,76 Mrd.). Als Grund hierfür nannte Biontech Erlöse aus der Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb.

Für das laufende Jahr 2026 erwartet das Unternehmen, dessen Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci spätestens Ende dieses Jahres ausscheiden werden, Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Diese sollten die geplanten Forschungs- und Entwicklungskosten von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro ausgleichen, hieß es.

«Unsere solide finanzielle Position treibt unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten voran und reduziert gleichzeitig deren Risiken, während wir uns auf mehrere Produkteinführungen in den kommenden Jahren vorbereiten», sagte Finanzvorstand Ramon Zapata.

Die Impfstoff-Pioniere und Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das in der Corona-Pandemie weltweit bekannt gewordene Unternehmen verlassen und ein neues gründen. Die Eheleute scheiden spätestens Ende 2026 aus, dann enden ihre aktuellen Dienstverträge, wie Biontech in Mainz mitteilte.

Biontech, das in der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Corona-Impfstoff verdient hatte, entwickelt Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben.

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