Gurtbecherwerke

Becherwerk-Lebensdauer deutlich verlängert

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Neue Heavy-Duty-Technik

Die Wössinger Ingenieure wollten zuerst das Gurtbecherwerk durch ein Zentralkettenbecherwerk ersetzen. „Damit hätten wir zwar das Problem gelöst, große Körner transportieren zu können“, meint Schenk. Doch ein neues Zentralkettenbecherwerk wäre sehr teuer geworden. Daher wandten sich die Zementhersteller an verschiedene Anbieter von Senkrechtförderern – darunter die Beumer Group mit Sitz im westfälischen Beckum. „Als wir unsere Rahmenbedingungen spezifizierten, riet uns Beumer aufgrund ihrer Erfahrung zu einer neu entwickelten Lösung“, erinnert sich Schenk.

„Kalkstein bewirkt bei Zentralkettenbecherwerken einen relativ hohen Verschleiß. Denn das Rohmaterial enthält abrasive Bestandteile, die wie Schmiergelpapier wirken“, sagt Schenk. Bei schwach schleißenden Stoffen ist die Standzeit von Kettenbecherwerken identisch mit der von Gurtbecherwerken, bei stark schleißenden und abrasiven Stoffen ist sie jedoch deutlich kürzer.“ Nach eingehender Beratung wurde nunmehr das vorhandene Becherwerk umgebaut und hierzu nur der Gurt und die Becher mit der neuen Heavy-Duty-Technik ersetzt. Eingesetzt wird diese u.a. zur Rohmühlenbeschickung für Material mit Korngrößen bis zu 120 mm und einer Feuchtigkeit bis zu 6 %. „Die Leistung beträgt jetzt 800 t/h“, freut sich Schenk.

Gleichzeitig wurde die Bandbreite der Zugfestigkeiten von Gurten mit seilfreien Zonen verstärkt. Während der stärkste bisherige Gurt eine Zugbelastung von 2500 N/mm hat, wurde ein neuer Gurt mit seilfreien Zonen und einer Zugbelastung von 3300 N/mm entwickelt. „Dieser Gurt hat eine doppelt so lange Nutzungszeit wie die Kette. Damit ausgestattete Becherwerke weisen bei stark schleißenden Materialien wie Klinker, Erzen oder Hochofenschlacken gegenüber Zentralkettenbecherwerken eine deutliche Verbesserung auf“, äußert sich Schenk abschließend.

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