Forschung

Bayer verleiht Forschungspreis an seine Wissenschaftler

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Neue Fungizid-Wirkstoffe zum Schutz der Pflanzen vor Krankheiten

Die wachsende Weltbevölkerung und ein damit erhöhter Bedarf an Nahrungsmitteln verlangt nach neuen und nachhaltigen Lösungen zur Sicherung der Ernten. Drei neue Fungizide aus einer neuen Generation von Hemmern der Atmungskette bei Pilzen können dabei helfen. Dr. Heiko Rieck, Dr. Ralf Dunkel, Dr. Marie-Claire Grosjean-Cournoyer, Haruko Sawada, Anne Suty-Heinze und Dr. Ulrike Wachendorff-Neumann aus Monheim, Lyon und Yuki haben die entscheidenden Schritte unternommen, aus einem bekannten Wirkprinzip neue Wirkstoffe zu identifizieren, die neben der Kontrolle von Pflanzenkrankheiten hohen Zusatznutzen versprechen:

  • Fluopyram wurde zur effektiven Bekämpfung von verschiedenen hartnäckigen Pflanzenkrankheiten entwickelt, die durch Pilzerreger hervorgerufen werden und beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen können. Einsatzgebiete sind mehr als 70 Kulturen, darunter Wein- und Tafeltrauben, Kern- und Steinobst, Gemüse und Ackerbaukulturen. Ein wichtiger Vorteil, der vor allem der Lebensmittelwirtschaft und letztlich dem Verbraucher zugute kommt, ist die bessere Lagerfähigkeit und die längere Haltbarkeit der Erntegüter.
  • Bixafen ist ein innovatives Getreidefungizid mit einem ertragssteigernden Effekt, das speziell für die Blattanwendung gegen Blattdürre (Septoria tritici) und Braunrost entwickelt wurde. Auch als Baustein im Resistenzmanagement soll es sich eignen.
  • Penflufen ist ein neuer Wirkstoff zur Saatgutbehandlung in vielen Kulturen. Neben der Kontrolle von Krankheiten bei kleinen Aufwandmengen soll Penflufen für eine verbesserte Pflanzenvitalität sorgen.

Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit durch neue Prozess-Technologien

TDI (Toluyen-Diisocyanat) ist ein Vorprodukt zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum. Daraus werden Produkte für den Lebensalltag hergestellt wie liegefreundliche Kaltschaum-Matratzen, hochwertige Sitzmöbel, rückenschonende Polster für Büro- und Autositze, aber auch passgenaue Produktschutzverpackungen, Mikrofon- und Kopfhörer-Schutzpolster sowie für zahlreiche weitere Anwendungen in Sport und Freizeit.

Dem Team von Bayer Material Science und Bayer Technology Services mit Friedhelm Steffens, Dr. Klaus Biskup, Dr. Rainer Bruns, Dr. Volker Michele, Dr. Christian Six und Wolfgang Taube ist es gelungen, ein innovatives TDI-Verfahren zu entwickeln, bei dem der letzte Reaktionsschritt in der Gasphase statt wie bisher in der flüssigen Phase (Gasphasenphosgenierung) erfolgt. Dies soll die TDI-Produktion effizient und klimaschonend machen und Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent ermöglichen. Zudem komme die Technologie mit bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel aus. Eine Anlage wird von Bayer mit diesem Verfahren bereits in Caojing (China) gebaut, eine zweite für Dormagen befindet sich in der Planung.

Laut Wennig zeige die Verleihung der Otto-Bayer-Medaille, dass Forschung im Konzern einen hohen Stellenwert genieße: Entsprechend gebe Bayer im Jahr 2010 voraussichtlich auch rund 3,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus.

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