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Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie

Bayer erhält Umweltpreis für Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie

24.06.2008 | Redakteur: Olaf Spörkel

Bayer erhält für die Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie den Umweltpreis. (Links: Werner Schnappauf, BDI-Hauptgeschäftsführer, 2.von links: Dr. Wolfgang Große Entrup, Leiter Environment & Sustainability, Bayer AG, Mitte: Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke, Rechts neben ihm: BDI-Präsident Jürgen R. Thumann und Prof. Dr. Wilfried Bockelmann, Vorsitzender der Jury. Bild: Bayer AG)
Bayer erhält für die Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie den Umweltpreis. (Links: Werner Schnappauf, BDI-Hauptgeschäftsführer, 2.von links: Dr. Wolfgang Große Entrup, Leiter Environment & Sustainability, Bayer AG, Mitte: Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke, Rechts neben ihm: BDI-Präsident Jürgen R. Thumann und Prof. Dr. Wilfried Bockelmann, Vorsitzender der Jury. Bild: Bayer AG)

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie von Bayer mit dem Umweltpreis 2008 in der Kategorie Umweltfreundliche Technologien ausgezeichnet. Das neue Verfahren soll in der Chlorproduktion Stromverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen um 30 Prozent senken.

Berlin – Im Rahmen des BDI-Tages der Deutschen Industrie 2008 in Berlin überreichten BDI-Präsident Jürgen R. Thumann und BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Werner Schnappauf den Umweltpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie an Dr. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt. Bei der Preisübergabe sagte Schnappauf: „Dass in einem besonders relevanten Produktionsbereich der chemischen Industrie eine technologische Innovation entwickelt und angewandt wurde, die die Energieeffizienz erheblich steigert, hat die Jury überzeugt.“

Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie

Die Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie reduziert über den gezielten Einsatz von Sauerstoff in der Salzsäure-Elektrolyse die benötigte elektrische Energie und den Kohlendioxid-Ausstoß um 30 Prozent. Die als Nebenprodukt bei der Produktion von Polyurethanen anfallende Salzsäure wird in der Elektrolyse mithilfe elektrischer Energie und Sauerstoff als zusätzlichem Reaktionspartner in Chlor und Wasser zerlegt. Das gewonnene Chlor kann laut Unternehmensangaben anschließend erneut eingesetzt werden, womit der Kreislauf geschlossen wird. Die als Kathode geschaltete, den Sauerstoff verbrauchende Elektrode wird als Sauerstoffverzehrkathode bezeichnet. „Die signifikante Steigerung der Energieeffizienz in unserer Produktion ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll“, sagte Plischke in Berlin.

Bayer setzt die patentierte Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie seit 2003 in Deutschland am Standort Brunsbüttel bei einer Anlage mit einer Jahreskapazität von 20 000 Tonnen Chlor ein. In Kürze wird das Unternehmen am Standort Caojing, China, die neue Salzsäure-Elektrolyse im großindustriellen Maßstab mit einer Jahreskapazität von 215 000 Tonnen Chlor in Betrieb nehmen.

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