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Armaturen-Normierung

Armaturen-Normierung als Reisepass für den Export

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Auch für Leser ist die Umsetzung der Normen immens wichtig: „Eine regelkonforme Funktion von sicherheitsrelevanten Bauteilen ist für Betreiber von Anlagen und Druckkesseln entscheidend, um Risiken für Mensch und Umwelt zu kontrollieren“, unterstreicht Jörgensen, Leiter des Technischen Büros. Das dokumentierte Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, international anerkannter Standards, branchenspezifischer Regelwerke oder auch eigener Qualitätsanforderungen schaffe für den Betreiber Sicherheit und Zuverlässigkeit. Hinzu komme, dass Sicherheitsventile oft an Standorten und Anlagenteilen zum Einsatz kämen, die sehr schwer oder nur sehr aufwändig zugänglich seien. „Hier ist auch aus wirtschaftlichen Gründen eine verlässliche Funktion erforderlich.“

Kampf gegen Immissionen

Normen alleine sind aber nur die halbe Miete. Ihre Einhaltung muss kontrolliert werden. Durch ein integriertes Qualitätsmanagement von der Lieferantenauswahl bis zur Prüfung des fertigen Ventils „stellen wir in jedem Prozessschritt sicher, dass unsere eigenen Anforderungen sowie die der Regelwerke erfüllt werden“, so Jörgensen weiter.

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Die Kunden schauen Leser regelmäßig über die Schulter und begutachten den Produktions- und Prüfprozess im Werk in Hohenwestedt. „Auf unserem Prüfstand in Hamburg können wir die Funktion eines Ventils nachprüfen und dokumentieren. Nicht zuletzt wird die Arbeit regelmäßig vom Tüv Nord überprüft.“

Zu einem der wichtigsten Themen für die Industrien gehören Immissionen. Sie schaden nicht nur Mensch und Umwelt, sondern beeinflussen auch den Erfolg eines Unternehmens. Leckagen sind ein großer Kostenfaktor für Anlagenbetreiber. Wer sie minimiert, spart bares Geld. Hersteller können wiederum mit effizienten Armaturen bei Endusern punkten.

Da Immissionen also von öffentlichem Interesse sind, sieht der Gesetzgeber hier besonders genau hin. Zur Einschränkung des Medienausstoßes formulierte er die TA-Luft – die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft. Dabei handelt es sich um die erste „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz“. Die TA-Luft gilt als erfüllt, wenn metallische Faltenbälge mit nachgeschalteter Sicherheitsstopfbuchse oder gleichwertige Dichtsysteme verwendet werden, wobei die Gleichwertigkeit im Nachweisverfahren entsprechend VDI 2440 bestätigt werden muss.

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