Dem MCI Management Center Innsbruck ist es gelungen, anthropogene organische Spurenstoffe und Bakterien im Ablauf einer Kläranlage zuverlässig und kostengünstig bis zur Nachweisgrenze zu reduzieren. Dabei werden mit einer speziell dafür entwickelten Ionisationstechnik aus der Umgebungsluft Sauerstoffradikale erzeugt und diese dem zu reinigenden Wasser zugeführt. Diese Radikale bewirken einen gezielten Abbau von Spurenstoffen und Bakterien. In Langzeitversuchen werden verschiedene organische Schadstoffe mit ionisierter Luft behandelt und deren Abbau analysiert.
Das neue Verfahren benötigt im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zur Eliminierung von Spurenstoffen einen spezifischen Energiebedarf von maximal 50 %. Weitere Vorteile sind der geringe Platzbedarf, die relativ geringen Investitionskosten und die leichte Integrierbarkeit in bestehende Anlagen. Das beschriebene Verfahren wird bereits ausführlich in einem Klärwerk getestet und die Ergebnisse stimmen die Betreiber optimistisch, in Zukunft eine kostengünstige vierte Reinigungsstufe einsetzen zu können.
* Der Autor arbeitet als freier Mitarbeiter für PROCESS. E-Mail-Kontakt: redaktion@process.de