Fortschrittsbericht zeigt Erfolge Allianz gegen Plastikmüll zieht Bilanz und plant nächste Schritte

Quelle: Alliance to End Plastic Waste 3 min Lesedauer

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Fünf Jahre nach ihrer Gründung zieht die Alliance to End Plastic Waste Bilanz: Mit dem Fortschrittsbericht 2024 und der neuen Strategie 2030 stellt das Bündnis die Weichen für größere Wirkung.

Bis heute hat die Alliance to End Plastic Waste fast 240.000 Tonnen Kunststoffabfälle reduziert.(Bild:  frei lizenziert / KI-generiert /  Pixabay)
Bis heute hat die Alliance to End Plastic Waste fast 240.000 Tonnen Kunststoffabfälle reduziert.
(Bild: frei lizenziert / KI-generiert / Pixabay)

Die Alliance to End Plastic Waste hat ihren Fortschrittsbericht „Evolving for Impact“ veröffentlicht, der einen Überblick über die messbare Wirkung der Arbeit der Alliance der letzten fünf Jahre gibt und eine die Strategie zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe vorstellt.

Die Alliance hat angekündigt, ihre Bemühungen auf groß angelegte Programme konzentrieren zu wollen – entweder in ausgewählten Regionen oder mit Schwerpunkt auf wichtige Problembereiche – um einen wirkungsvollen Systemwandel und Lösungen zur Reduzierung und zum Recycling von Kunststoffabfällen zu erreichen. Das Bereitstellen von Kapital wird der Allianz zufolge dabei immer wichtiger. Im Zuge dessen sollen innovative Finanzierungsmodelle und Partnerschaften ausgeweitet werden. Sie sollen Investitionen ermöglichen, die notwendig sind, um den Ländern zu helfen, ihre Recyclingsysteme zu verbessern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2019 haben die Alliance und ihre Partner nach eigenen Angaben 239.985,48 Tonnen unbehandelten Kunststoffabfall reduziert und 253.211,80 Tonnen verwertet.

„Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Bündnisses ist unser Fokus schärfer denn je. Die Erfahrungen, die wir bei Projekten in Schwellenländern gesammelt haben, haben deutlich gemacht, was funktioniert und wohin wir als Nächstes gehen müssen“, sagte Jacob Duer, Präsident und CEO der Alliance to End Plastic Waste. „Unsere Strategie 2030 baut auf diesen Erkenntnissen auf, und wir konzentrieren uns auf das, was funktioniert, um mehr Wirkung im großen Maßstab zu erzielen.“

Der Fortschrittsbericht bietet eine Momentaufnahme der kumulativen Wirkung und des heranreifenden Portfolios der Alliance in den letzten fünf Jahren. So hätten sechs von unabhängiger Seite bestätigte Projekte, darunter die African Reclaimers Organisation in Südafrika und Recicleiros in Brasilien, nachweisbare Ergebnisse bei der Reduzierung und dem Recycling von Kunststoffabfällen gezeigt.

Seit der Gründung wurden zudem 610,89 Millionen Dollar – also rund 520 Millionen Euro – von Dritten und Investoren in Initiativen investiert, die den Auftrag der Alliance fördern. So wurde Startkapital für den Plastic Circularity Fund bereitgestellt, der von Lombard Odier Investment Managers (LOIM) verwaltet wird und inzwischen vier Portfoliounternehmen umfasst.

Im Rahmen ihres Engagements für eine gerechte Transformation hat die Alliance vermehrt Unternehmen, die von Frauen geführt werden, unterstützt und Arbeitsbedingungen für informell Beschäftigte in der Abfallwirtschaft verbessert. 2134 formelle Arbeitsplätze wurden durch Projekte der Alliance geschaffen.

Entwicklung für mehr Wirkung

Auf der Grundlage, der in den ersten fünf Jahren gesammelten Erfahrungen, will die Alliance ihre Arbeitsweise umstellen, um in Partnerschaft mit Regierungen, Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen schneller und in größerem Umfang mehr Wirkung zu erzielen.

Im Rahmen der neuen Strategie plant die Alliance dazu überzugehen, gemeinsam mit einem breiten Spektrum von Partnern, einschließlich Regierungen und Finanzinstituten, größere, integrierte Programme, anstatt kleinere Projekte zu unterstützen. Diese Initiativen werden in zwei Kategorien eingeteilt: länderspezifische Initiativen, die nationale Prioritäten unterstützen, und thematische Programme, die globale Herausforderungen wie das Recycling schwer verwertbarer Kunststoffe adressieren. Ein Fokus liegt auf ausgewählten Ländern wie Indien, Indonesien und Südafrika, wo die Abfallbewirtschaftung gezielt verbessert werden soll. Zudem sollen Investitionen in effektive Lösungen durch Mischfinanzierungen und Partnerschaften mit öffentlichen und privaten Geldgebern gefördert werden.

„Durch gezielte Zusammenarbeit von Industrie, Regierungen und Kommunen auf Basis bewährter Lösungen, können wir weltweite Kunststoffverschmutzung wirksam und nachhaltig eindämmen“, sagte Tracey Campbell, Vorstandsvorsitzende der Alliance to End Plastic Waste. „Die Alliance wird auch weiterhin den Fortschritt vor Ort vorantreiben und gleichzeitig Erkenntnisse mit Partnern teilen, die bereit sind, eine kreislauforientierte, nachhaltigere Zukunft zu gestalten.“

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