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Galvanische Oberflächenveredlung

Worauf kommt es beim Kauf einer Galvanikanlage an?

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Flexibilität bezüglich des Behandlungsguts

„Bei der galvanischen Beschichtung wird das zu behandelnde Gut meist auf speziell hierfür angefertigte Gestelle gesteckt, fallweise erfolgt die Behandlung aber auch als Schüttgut in rotierenden Trommeln“, erläutert C. Gmünder. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei kleineren Bauteilen. Die Behandlung in Trommeln hat jedoch Nachteile mit Blick auf die Einheitlichkeit der aufgebrachten Schicht, da sich die Teile in der Trommel beim Umwälzen gegenseitig beschädigen können und der Schichtaufbau ungleichmäßig erfolgt.

Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat STS mehrere Alternativen zur Trommelbehandlung entwickelt, darunter ein Vibrations-Umwälzverfahren in Körben mit der Bezeichnung Vibarrel.

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Die entsprechende Einheit wird mitsamt dem zugehörigen Antriebssystem von einem Behälter zum nächsten transportiert. Das Verfahren bietet entscheidende Vorteile: Die Teile verteilen sich gleichmäßig über die zur Verfügung stehende Fläche des Korbs, die sehr sanfte Vibrationsbewegung vermeidet Beschädigungen selbst bei sehr empfindlichen Teilen und der Schichtaufbau erfolgt sehr gleichmäßig, wodurch beispielsweise der Verbrauch von teuren Edelmetallen verringert wird. Zudem verbessert sich auch der Schichtaufbau in Löchern bzw. Bohrungen.

Eine breite Auswahl an Verfahren und Varianten

„Die hier aufgeführten Beispiele repräsentieren nur einen kleinen Ausschnitt aus einer noch viel breiteren Palette von Lösungen, die wir unseren Kunden vorschlagen können“, bekräftigt P.-A. Schopfer. Der entscheidende Aspekt beim Knowhow von STS Industrie ist die Flexibilität, mit der man teils selbst entwickelte Lösungen, teils solche, die von einem umfassenden Netzwerk externer Partner beigesteuert werden, zu umfassend personalisierten Anlagen kombinieren kann.

Eine automatisierte Galvanikanlage kann man nicht einfach nach Katalog verkaufen, sie wird sorgfältig nach Maß zusammengestellt. Auf der Grundlage eines Lastenheftes erfolgt zunächst eine intensive Diskussion zwischen den Spezialisten des Kunden mit denen von STS, je nach Erfordernissen auch unter Einbezug von Fachleuten eines oder mehrerer von STS vorgeschlagenen und vom Kunden akzeptierten zusätzlichen Projektpartnern.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es den verschiedenen Lieferanten, sich auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen zu konzentrieren, statt sich an Aufgabenstellungen zu verzetteln, die von anderen besser gelöst werden könnten. In diesem Rahmen agiert STS als eine Art Drehscheibe bei der Zuordnung der Zuständigkeiten, wobei man sich auf das eigene umfassende Knowhow stützt, um Projekte jeglicher Größenordnung erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

Qualität

„Ein weiterer Aspekt, auf den wir großen Wert legen, ist ein sehr hohes Qualitätsniveau unserer Anlagen“, setzt C. Gmünder hinzu. Da die Ausrüstung in einem häufig stark korrosiven Umfeld funktionieren muss, legt man grossen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Materialien und der verwendeten Komponenten. Die gleichen Rahmenbedingungen gelten selbstverständlich auch für die Technologien, die für die Kontrolle der Prozesse zum Einsatz kommen.

STS Industrie sieht sich in der Pflicht, das Vertrauen, das ihnen ein Kunde schenkt, durch eine deutlich über dem Branchendurchschnitt liegende Lebenserwartung der gelieferten Anlage sowie ein vertretbares Niveau der Wartungs- und Servicekosten zu rechtfertigen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Zukunftsfähigkeit der Ausrüstung mit Blick auf den ständigen technischen Fortschritts. Die Automationssysteme entsprechen sowohl den heutigen als auch den derzeit abschätzbaren künftigen Anforderungen wie der Kompatibilität mit ERP- und Industrie 4.0-Konzepten und verfügen über alle hierfür erforderlichen Schnittstellen.

Komplett-Support

„Mit Blick auf den Kundendienst sind im Laufe der Zeit noch weitere Gesichtspunkte mehr und mehr in den Vordergrund gerückt“, erklärt P.-A. Schopfer. Im Vordergrund stehen hierbei auf der einen Seite die Einhaltung von Vorschriften zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz und auf der anderen Seite die für den Zugang zu bestimmten Schlüsselmärkten wie z.B. den Medizintechnikbereich erforderlichen Zertifizierungen.

Hierzu ist festzustellen, dass insbesondere im Bereich des Umweltschutzes die Vorschriften immer komplizierter werden und sich von Land zu Land teils gravierend unterscheiden. Deshalb legt STS Industrie großen Wert darauf, seine Anlagen mit Abluft- und Abwasserbehandlungssystemen auszustatten, welche allen Anforderungen gerecht werden. Mit Blick auf die im Rahmen des Anlagenbetriebs anfallenden Abfallstoffe stützt man sich auf ein engmaschiges Netzwerk örtlicher Spezialisten, die mit den jeweils vor Ort geltenden Vorschriften bestens vertraut sind.

Last but not least entspricht es auch der Geschäftsphilosophie von STS, dem Kunden im Verlauf der verschiedenen Phasen der Validierung und Inbetriebnahme der Anlage zur Seite zu stehen. Dabei agiert man in Übereinstimmung mit den in den von den URS (user requirement specifications) definierten Vorgaben.

* Klaus Vollrath ist Inhaber des Redaktionsbüros Vollrath in Aarwangen

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