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Die Wiegeelektronik sorgt für den exakten Ablauf
Beide Waagen arbeiten jeweils mit einer modernen Modweigh-Wiegeelektronik, die über die Analogschnittstelle oder Profibus-DP mit dem Prozessleitsystem kommuniziert. Die Wiegeelektronik der Dosierbandwaage (Modweigh DBW) ermittelt aus den Signalen der Wägezellen und des Tachogenerators die aktuelle Fördermenge und regelt autark über die permanente Anpassung der Bandgeschwindigkeit die Abgabemenge in den Prozess.
Die Wiegeelektronik der Differentialwaage – Modweigh DI – hat eine noch anspruchsvollere Aufgabe zu übernehmen: Sie reguliert erstens die Zugabe von Kalkgrieß in Abhängigkeit der aufgegebenen Menge Rohperlit und dies in dem sehr kleinen Leistungsspektrum der Waage – mit einem Messfehler von < 1 % bei einer Durchlaufmenge von etwa 1,5 bis 15 kg/h.
Gleichzeitig übernimmt der Modweigh die für eine Differenzialwaage notwendige Steuerung der zyklischen Befüllung des Waagen-Vorratsbehälters. Da der Kalkgrieß dem Prozess kontinuierlich zugeführt werden muss, erfolgt die Befüllung des Vorratsbehälters während des Austrags. Dazu wechselt der Modweigh DI vom aktiven Wägemodus in den Trendmodus und reguliert die Zugabe während des Befüllvorgangs nach einer Trendtabelle, die während des vorangegangenen Wiegezyklus berechnet wurde.
Fazit
Grundsätzlich erfordert eine Automatisierung exakte Systeme zur Datenerfassung, z.B. durch Wiegesysteme. Der Einsatz von modernen Wiege-Elektroniken wie dem Modweigh erhöht nicht nur die Prozessgenauigkeit, sondern durch den einfachen Aufbau auch die Bedienbarkeit der Systeme. Im Zusammenspiel mit Prozessleitsystemen werden geschlossene Automatisierungslösungen realisiert, die flexibel nutzbar sind und schnell an neue oder vorhandene Anlagen und deren Bedingungen angepasst werden können.
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