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Prozessleittechnik Wie die Leitwarte modernisiert werden kann

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Honeywell Process Solutions (HPS) hat auf dem jährlichen Users Group Symposium im niederländischen Den Haag eine neue Möglichkeit zur Modernisierung von Leitwarten vorgestellt. Mit Experion Local Control Network (LCN) bietet das Unternehmen eine Lösung an, die schrittweise das früher angebotene Leitsystem Total Plant Solution (TPS) zu einer sicheren und nahtlosen Integration mit Experion PKS aufrüsten soll.

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Experion Local Control Network soll die problemlose Aufrüstung früherer Total Plant Solution (TPS) Systeme ermöglichen.
Experion Local Control Network soll die problemlose Aufrüstung früherer Total Plant Solution (TPS) Systeme ermöglichen.
(Bild: Honeywell)

Den Haag/Niederlande – Aktuelle TPS-Nutzer sehen sich mit der Einhaltung neuer Sicherheitsregularien sowie mit zunehmenden Anforderungen hinsichtlich der Systempflege konfrontiert. Da jede industrielle Organisation gefordert ist, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, müssen Betriebe mit einem überalterten Leitsystem eine Anpassung an moderne Automationstechnologie vornehmen. Die Experion LCN-Lösung bietet laut Hersteller standardisierte Funktionalität, Unterstützung bei der Einhaltung behördlicher Auflagen sowie integrierte Bedienung vom Feld über den Betrieb bis zur Unternehmensebene.

Honeywells schrittweise Aktualisierung zu Experion LCN bei laufendem Prozess modernisiert die leittechnische Infrastruktur und ermögliche den Einstieg in das Industrial Internet of Things. Vorhandene Automationsstrategien, Feldanbindungen, Applikationen, Prozesshistorien und Bediengrafiken können beibehalten werden.

Störungen reduzieren

Die neue Experion LCN Bridge verbindet Experion mit dem klassischen Koax-LCN durch die Verwendung der Infrastruktur des Experion Fault Tolerant Ethernets (FTE). Sobald diese Verbindung eingerichtet ist, kann die Koax-Verbindung der LCN-Nodes sukzessive entfernt werden. Anstelle einer Hardware-Verbindung für jede Experion TPS Node wird lediglich ein redundantes Paar einer Experion LCN Bridge benötigt, um eine Virtualisierung zu unterstützen, so Honeywell.

Die Lösung zur TPS-Modernisierung reduziere betriebliche Störungen, sichere die allgemeine Konsistenz und liefere wesentliche Vorteile beim Lebenszyklus, verspricht das Unternehmen. Nach der Modernisierung bietet das Leitsystem eine gemeinsame Bedienerschnittstelle (HMI) und ein einheitliches physikalisches Netzwerk. Dadurch können die Automationsmodule zu der neuesten Generation der prozessnahen Komponenten und der Sicherheitssysteme von Experion PKS integriert bzw. erweitert werden. Zusätzlich verbessere die erweiterten Automationslösungen und neuen Funktionen der prozessnahen Komponenten des Experion PKS die Effektivität des Anlagenbetriebs.

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