Elektrolyseur-Fertigung
Groß denken: Wasserstoff-Experten auf der Suche nach Skaleneffekten

Von Dominik Stephan 4 min Lesedauer

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Wasserstoff ist teuer: Olaf Scholz Metapher vom Energiewende-Champagner mag schief und fehlerhaft sein, der Preis für grünes Gas hat jedenfalls heute schon Premium-Niveau. Damit das nicht so bleibt, hofft die Branche auf Skaleneffekte. Bringen neue Gigafactories die erhoffte H2-Trendwende für die Elektrolyse?

Ein Gigawatt pro Jahr, mindestens drei bis 2025: Die Elektrolyseur-Gigafactory von Siemens Energy und Air Liquide denkt Wasserstoff groß.(Bild:  Siemens Energy)
Ein Gigawatt pro Jahr, mindestens drei bis 2025: Die Elektrolyseur-Gigafactory von Siemens Energy und Air Liquide denkt Wasserstoff groß.
(Bild: Siemens Energy)

Wasserstoff hat ein Problem - nicht nur, dass die Produktion des grünen Elektrolysegases große Mengen elektrischer Energie benötigt, teuer ist das ganze auch noch. Ein erheblicher Teil davon sind Energiekosten, klar – Aber auch der Elektrolyseur selbst ist ein vergleichsweise teurer und nicht zuletzt kleiner Apparat. Das kann, nach Ansicht von Branchenexperten, so nicht bleiben: Kommt erst die Elektrolyseur-Fertigung im Weltmaßstab sollen die bekannten Skaleneffekte dafür sorgen, dass der Preis der Elektrochemie-Module in den Keller geht.

Der Effekt, dass große Anlagen effizienter als kleine sind und die Massenfertigung zusätzlich die Kosten drückt ist aus vielen Branchen bekannt - hat aber ausgerechnet in der Elektrochemie einen Schönheitsfehler. Elektrolyseure werden kaum effizienter, wenn man einfach die Austauschfläche vergrößert. Die modulare Konstruktion der Stacks und plattenförmigen Zellen ist quasi maßgeschneidert für ein Wachstum per Numbering-Up. Wird eine größere Elektrolyseur-Kapazität benötigt, wachsen die Apparate also nicht – sie bekommen einfach zusätzliche Stacks.