IFAT Environmental Technology Forum Wasseraufbereitung – In Südafrikas Minen schlummern Milliarden-Chancen
Rund 48 Milliarden Euro muss Südafrika in den kommenden zehn Jahren investieren, um seine Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf Vordermann zu bringen. Ein Riesenpotenzial für innovative Lösungen und Technologien zur Wasseraufbereitung.
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München, Johannesburg/Südafrika – Wasser und speziell Abwasser: das sind Themen, die für den Bergbau in Südafrika höchste Umweltrelevanz haben. Hier knüpft das IFAT Environmental Technology Forum an, dessen Premierenveranstaltung vom 15. bis 18. September 2015 im Johannesburg Expo Centre stattfindet. Die neue Branchenplattform will Anbieter und Abnehmer innovativer Lösungen und Technologien in den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling zusammenbringen – und dies in einem äußerst vielversprechenden Markt.
670 Milliarden Rand – umgerechnet etwa 48 Milliarden Euro – muss Südafrika nach Angaben der zuständigen Ministerin Nomvula Mokonyane in den kommenden zehn Jahren investieren, um seine Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf Vordermann zu bringen. Neben der Sanierung von maroden Leitungsnetzen und dem Bau weiterer kommunaler Kläranlagen steht das Land zusätzlich vor der Herausforderung, dem stark verschmutzten Grubenwasser seiner Bergbauregionen Herr zu werden.
Giftcocktail aus stillgelegten Bergwerken
Das Stichwort hier lautet Acid Mine Drainage, kurz AMD. Die hochgradig sauren und stark mit Schwermetallen belasteten Abwässer entstehen, wenn stillgelegte Schächte – speziell von Goldminen – voll Wasser laufen. Auch aus Abraumhalden kann der Giftcocktail ausgewaschen werden. Ohne Gegenmaßnahmen verseucht AMD nach und nach das Grund- und Oberflächenwasser. Durch Versäumnisse in der Vergangenheit, z.B. durch fehlende Gesetze zur Rehabilitierung von Abbaustätten, haben sich die giftigen Grubenwässer der Kaprepublik zu einem Umweltproblem aufgetürmt, das jetzt immer dringender in Angriff genommen werden muss.
Vielseitige Behandlungstechnologien
Die dazu erforderlichen Behandlungstechnologien sind bei den internationalen Umwelttechnik-Anbietern in verschiedensten Ausführungen vorhanden. Zum Einsatz kommen können beispielsweise Belüftungs-, Fällungs- und Ionenaustausch-Verfahren, Komponenten zur Membran- und Nano-Filtration, Umkehr-Osmose-Anlagen sowie Lösungen zur biologischen Sulfat-Entfernung. Hinzu kommt die begleitende Ausstattung an Pumpen, Leitungen und Messgeräten. In Abhängigkeit von der je nach Bergbauregion stark variierenden Abwasserzusammensetzung gilt es, die jeweils passende Verfahrenskombination zu identifizieren.
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