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7. Schüttgutforum

Was Sie über Schüttgüter wissen sollten

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Um feuchte und klebrige Produkte zu fördern, ist daher eine kleine Filterfläche nötig, um die Gasgeschwindigkeit im Pulver zu kontrollieren. „Bei den PTS- Systemen wird das Pulver in Pfropfenform mit einer niedrigen Geschwindigkeit kleiner als 2 -3 m/s gefördert. Gleich beim Eindringen in die Kammer wird es vom Fördergas getrennt. Damit wird der Filter vor einem direkten Auftreffen der Partikel geschützt und eine gründliche Trennung garantiert“, erklärte Eules. Der Filter wird gleichzeitig während der Entleerphase mit Druck effizient gereinigt. „Die Pfropfenförderung stellt sich automatisch ein. So gibt es nur eine geringe Entmischung beim Fördern. Dies ist etwa entscheidend, wenn man Produkte aus einem Mischer befördert und keine Entmischung gewünscht wird“, so Eules weiter.

Geld in die Planung statt in den Verschleissschutz investieren

Nicht immer lässt sich Sicherheit mit einer größeren Dimensionierung oder teurem Verschleißschutz erreichen. Das Gegenteil ist der Fall, wie Prof. Dipl.-Ing. Peter Hilgraf, Claudius Peters Projects, Buxtehude, an einem Beispiel zeigte. Die bekannten Sicherheitsaufschläge deutscher Ingenieure führten etwa dazu, dass eine Schnecke nur noch 5 statt der ausgelegten 55 Tonnen pro Stunde transportierte. Diese ständige Unterlast führte zu Zwischenströmungen, die wiederum erhebliche Abrasionen nach sich zog. Aber auch konstruktive Fehler bei den Komponenten führen zu Verschleiß. Dabei ist für Hilgraf die Lage eindeutig: „Verschleiß ist immer auch eine Systemsache. Man kann sich viel Geld sparen, wenn man das System und unter welchen Bedingungen es läuft genau betrachtet“, empfahl Hilfgraf. Häufig lässt sich mit wenig Aufwand die Verschleißsituation entschärfen. Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, kann man teure Auskleidungen installieren.

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Sicher ist sicher

Jens Kampmeyer, Infastaub, stellte Entlüftungsfilter für die pneumatische Silobefüllung vor. Die Befüllung eines Silo kann entweder mechanisch oder pneumatisch (Druck- oder Saugförderung) erfolgen. Mit der dabei verdrängten Luft wird auch Staub mitgeführt, der nicht in die Umgebung gelangen soll und deshalb durch Entlüftungsfilter im Silo zurückgehalten wird. Zur Auslegung eines Filters für die pneumatische Silobefüllung sind viele Faktoren ausschlaggebend. Dazu gehören das Förderverhalten, die Feinheit sowie sonstige Eigenschaften des Schüttgutes.

Daraus folgen die Auswahl des Filtermediums, des Materials und des Abreinigungssystems (Rüttelfilter oder Jet-Filter). „Generell ist bei der Auslegung eines Filters die Größe des Silos unerheblich, wichtiger ist die Größe der Befüllleitung“, weist Kampmeyer hin. Die Förderleitungslänge, -durchmesser und -druck beeinflussen die Endschwallluftmenge am Ende der Tankwagenentleerung und damit die Filterfläche. Und letztendlich muss der Filter perfekt in das Komplettsystem Silo eingebunden werden. Über Silovolumen und Freiraum oberhalb des maximalen Füllstand werden Filtergröße und Anordnung der Filterelemente bestimmt. Davon abgesehen: Die beste Planung nützt nichts, wenn die Instandhaltung vernachlässigt wird.

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