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7. Schüttgutforum

Was Sie über Schüttgüter wissen sollten

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Die leichte Reinigung ist nötig, um die Verschleppung von Proben zu verhindern. Schlussendlich ist die richtige Software für die Auswertung entscheidend. Das Granudrum Pulverrheometer wurde speziell zur Bestimmung der dynamischen Fließeigenschaften von Pulvern entwickelt. Über die optische Analyse der Lawinenbildung eines Pulvers in einer rotierenden Trommel erfolgt die Bestimmung des Fließwinkels. Über die Form der abstürzenden Lawine (ob gleichförmig oder unregelmäßig) lässt sich dann das Kohäsionsverhalten des Pulvers bestimmen.

Fördermethode sollte sich am Produkt orientieren

„Mechanik heißt eben auch immer, dass man mechanisch auf die Produkte eingewirkt“, nannte Thomas Ramme, Volkmann, einen großen Nachteil vieler mechanischer Fördersysteme. „Bei empfindlichen Produkten sollte daher eine andere Methode für den Transport gewählt werden. Die Fördermethode muss sich an dem Produkt ausrichten. Kaffeebohnen lassen sich gut über Becherwerke transportieren, TiO2 eben nicht“, so der eindringliche Rat von Ramme.

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Für empfindliche Produkte haben sich Vakuumfördersysteme bewährt, da hier der Materialtransport mit Unterdruck im geschlossenen System, ohne aufwändige Mechanik und elektromechanische Bauteile, erfolgt. „Die Vakuumförderung kann etwa bei Glasfasern einer Verdichtung entgegen wirken“, nannte Ramme ein Beispiel Allerdings ist erhöhte Sorgfalt bei der Auslegung geboten. Dabei gilt es zum einen, das Schüttgut an sich in all seinen Varianten zu betrachten, zum anderen auch alle Einflüsse aus der Peripherie, von der Produkt-Aufgabe, entlang des Förderweges, bis hin zum Abgabeort, zu berücksichtigen. Da die meisten Schüttgüter einen brennbaren Staubanteil beinhalten, sind darüber hinaus alle Einflüsse auf ein mögliches Explosionsrisiko und die der Gesetzgebung (ATEX) in Betracht zu ziehen.

Bei richtiger Auslegung ergibt sich gerade für die Vakuumförderung ein äußerst weites Anwendungsfeld. „Häufig werden Vakuumfördersysteme eingesetzt, um unbefriedigend arbeitende Verfahren zu ersetzen oder Prozesse zu verbessern. Ihre Stärken spielt die Technologie aus, wenn es beispielsweise auf Staubfreiheit, schonende Förderung, Ex-Sicherheit, ankommt“, so Ramme.

Klebriges leicht fördern

Wie geht man mit brückenbildenden, feuchten und klebrigen Produkten um, die noch dazu eine niedrige Mindestzündenergie kleiner als 1 mJ aufweisen? Dieser Frage ging Thomas Eules von DEC nach. Eine Möglichkeit besteht in der aktiven Pulverförderung, also eine Förderung entgegen der Schwerkraft. Der Vorteil ist, dass keine mehrstöckigen aufwendigen Gebäude erforderlich sind und dass eine Produktion in „Plug-and-produce"-Plattformtechnologie / Container möglich ist.

Dies ist vor allem für die Pharmaindustrie interessant. Für diese Aufgaben ist die Pfropfen- bzw. Dichtromförderung im Vakuum prinzipiell geeignet. Allerdings gibt es auch hier einige Fragezeichen. „So ist das am häufigsten wiederkehrende Problem das Verstopfen des Filters. Mit der Zeit hat jeder Filter die Tendenz zu verstopfen und muss erneuert werden. Deshalb werden die Filter meist überdimensioniert“, so die Erfahrung von Eules.

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