Suchen

Prozessindustrie 4.0

Wann entlässt die Revolution ihre Kinder?

Seite: 6/6

Firmen zum Thema

Änderungen sind unbeliebt

Ursache der Lücken in der Automatisierungsstruktur sind die im Vergleich zur Fertigungsindustrie langen Laufzeiten der Anlagen, und die sicherheitsrelevanten Prozesse, beides Aspekte, die Veränderungen nicht gerade befördern. „Natürlich werden Sie, weil ein Temperatursensor heute mehr Features hat, nicht mal eben 400 Temperatursensoren in der Anlage austauschen,“ sagt Hanisch.

Trotzdem müsse man sich fragen, wie die Prozessindustrie schneller werden könne. „Auf der letzten Namur-Hauptsitzung haben wir diskutiert, ob es nicht sinnvoll ist, aus der bestehenden Automatisierungspyramide auszubrechen. Vielleicht brauchen wir ein Sekundärnetzwerk für Daten, die nicht prozesskritisch sind und z.B. für Condition Montoring genutzt werden,“ erklärt er.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 9 Bildern

Zwar ist die Ebene zwischen Prozessleitsystem und Unternehmenssoftware schon durchlässiger als noch vor einigen Jahren, doch bisher gibt es eben nur einen Datenkanal durch den alle Daten aus der Feldebene transportiert werden.

„Wir werden Bypässe finden müssen, wo wir schneller und transparenter werden, die Security sichern und trotzdem weiterhin Assets betreiben können, die 30 Jahre Bestand haben,“ erklärt Hanisch. Die Prozess­industrie hat also erste Schritte in Richtung Digitalisierung getan. Doch Geiss betont, Industrie 4.0 werde nicht als monolithisches Gebilde vom Himmel fallen, sondern Digitalisierung sei ein Prozess.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44246446)