Anlagen- und Prozessüberwachung

Wandler gegen Rohrschaden

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Zur Passivierung und auch zur späteren Befestigung der Wandler am Einsatzort hat das Fraunhofer ISC Spezialglaslote und eine Applikationsmethode entwickelt. Der Ultraschallwandler wird in Spezialglaslote eingeschmolzen und mit Edelmetallen elektrisch kontaktiert. Durch Aufschmelzen des Glaslotes mit tragbaren Heizern wird das Glas des Wandlers aufgeheizt und angeschmolzen, sodass der Wandler sich auch an Rohrkrümmungen anpassen lässt.

Kontinuierliche Überwachung während des Betriebes

Über den Wandler werden Ultraschall-Lambwellen im Frequenzbereich 30–500 kHz in die Bauteilstruktur eingekoppelt. Das dabei entstehende gleichmäßige Wellenmuster wird an ein Empfangsgerät übertragen. Risse und Schäden verändern das gleichmäßige Wellenfeld und lassen sich so detektieren. Aus der Signalanalyse kann prinzipiell die Entstehung von Rissen ab zwei Millimeter Länge oder Korrosion nachgewiesen werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Alternativ können durch die akustische Schallanalyse die charakteristischen Schallwellen, die bei der Rissentstehung und -ausbreitung sehr viel kleinerer Dimension (0,1 mm) emittiert werden, durch diese Wandler integral analysiert werden. Das Ultraschallfeld eines Wandlers reicht etwa einen Meter weit, sodass bereits wenige Wandler genügen, um ein lückenloses Sensornetzwerk an den besonders gefährdeten Stellen von heißen Rohrleitungen zu etablieren. Durch die Anordnung der Sensoren als Array kann über Laufzeitmessungen die Position eines entstehenden Schadens auf wenige Millimeter Genauigkeit lokalisiert werden.