Carbon2Chem

Vom Abgas zum Rohstoff: Carbon2Chem macht Chemie aus CO2

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„Zusätzlich zur Entwicklung von Technologiebausteinen ist die Systemintegration besonders wichtig. Die Produktionen von Chemikalien, Kraftstoffen und Stahl müssen mit enger stofflicher und energetischer Kopplung betrieben werden. Nur so kann zum Beispiel Abwärme effizient genutzt werden“, erklärt Professor Görge Deerberg, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts Umsicht und Carbon2Chem-Projektkoordinator.

Seit einem Jahr arbeiten die Entwickler daran, Verfahren für Technikumsversuche zu entwickeln. Diese sollen im Pilotmaßstab ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen, bevor der Bau eines Chemiewerks in Angriff genommen wird. Etwa eine Milliarde Euro würde eine solche Anlage kosten, schätzt Oles. Klar, dass kaum ein Unternehmen eine derartige Investition tätigt, ohne dass sich die zugrundeliegenden Prozesse in einer realen Produktionsumgebung bewährt haben.

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Vor 2030 ist mit dem klimaneutralen Stahlwerk nicht zu rechen – doch beginnt nicht jeder Weg mit dem ersten Schritt? Und auch dieser erste Schritt kann sich sehen lassen: Zusammen investieren Industrie und öffentliche Hand etwa 180 Millionen Euro in das Projekt, wobei 120 Millionen von den beteiligten Firmen aufgebracht werden und das BMBF das Projekt mit 60 Millionen fördert. In Zukunft, so Oles, soll ein wirtschaftlicher Betrieb auch ohne Förderung nachhaltig und möglich sein.

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