Produktion und Instandhaltung im Jahr 2017

Unternehmen im Chempark Dormagen investieren 446 Millionen Euro

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Asahi Kasei forscht für Autos von morgen

Anfang Oktober hat das aus Japan stammende Unternehmen Asahi Kasei im Chempark Dormagen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Dort werden unterschiedliche Materialien, die das Unternehmen herstellt, weiterentwickelt – unter anderem für die Automobilindustrie. Zu diesen Materialien gehört auch der technische Kunststoff Xyron. Schon jetzt bringt er Autofahrern Vorteile. Dank seiner niedrigen Dichte etwa trägt er zu einem geringeren Spritverbrauch bei. Denn je leichter ein Auto ist, desto weniger Motorleistung muss es aufwenden und desto weniger Sprit verbraucht es.

In das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird das bereits im Februar eröffnete Technologiezentrum für technische Kunststoffe eingegliedert. Ausschlaggebend bei der Standortwahl war auch die geplante Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Asahi Kasei im Chempark Dormagen außerdem mit der Faserproduktion unter den Marken Roica und Dorlastan vertreten.

Currenta investiert in Ver- und Entsorgungssicherheit

70 Millionen Euro – das ist das Gesamtinvestition des Projekts CUBE, kurz für Currenta unterstützt Bayer-Erweiterung. Und ein eiskalter Baustein, der dafür sorgt, dass die Pflanzenschutzbetriebe von Bayer nicht heiß laufen, feierte am 3. Mai 2017 Richtfest. Für Rohbau und Dachkonstruktion der neuen Kältezentrale von Currenta wurden rund 480 Tonnen Stahl verbaut. Vier Wochen später hob ein Portalkran die Ammoniakverdichter – das Herzstück der Kälteerzeugung – in den Rohbau hinein. Nach der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2018 wird die Anlage mit sechs Megawatt Leistung zur sicheren Kälteversorgung beitragen. „Denn Kälte ist für die Chemieindustrie ebenso wichtig wie Strom, Dampf oder Wasser – sei es, um die Abwärme von Reaktionsprozessen abzuführen oder um eine stabile niedrige Temperatur in Logistikbereichen zu gewährleisten“, erklärt Currenta-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz.

Ein weiterer gewichtiger CUBE-Baustein wurde bereits im April unter die Erde gebracht: 110 m Rohrleitungen aus Stahl und 35 m aus PE-Kunststoff, dazu ein 3,7 t schwerer Rohrknoten mit einem Materialwert von 25.000 Euro. Im Mai ging die Konstruktion im Westwerk als Wasseranschluss in Betrieb. Er versorgt den FL-Betrieb von Bayer, in dem Pflanzenschutzmittel formuliert, also Wirkstoffe mit Trägersubstanzen zusammengebracht werden. Weiter ging’s im Untergrund. Auf einer Länge von 430 Metern erneuerte Currenta die Betriebswasserversorgung im Westwerk und investierte dafür rund 1,7 Millionen Euro. Ein sichtbarer Meilenstein in dem Streckenabschnitt wurde am 23. Mai gesetzt und damit die Zielgerade des 20-monatigen Projektes einläutet: Ein 20 t schwerer Betonwürfel mit einer Kantenlänge von rund drei Metern. Dieser Messschacht, der den Zugang zu der 600 mm durchmessenden Betriebswasserleitung ermöglicht, wurde erfolgreich in den Chemparkboden eingelassen. „Mit diesen Bauarbeiten haben wir sprichwörtlich den Deckel auf ein spannendes Projekt gesetzt. Der plangetreue Verlauf ist eine tolle Teamleistung!“, freut sich Currenta-Projektleiterin Claudia Schielke.

Die Arbeiten für einen neuen, zweiten Erdgasanschluss des Chempark sind im Sommer in Hackenbroich westlich der A 57 gestartet. Damit wird eine Redundanz zu dem bestehenden Anschluss geschaffen und die Versorgungssicherheit der Betriebe im Werk gestärkt. Diese neue Anbindung ist vergleichbar mit einem normalen Hausanschluss im Privatbereich. Zu dem Bau der Rohrleitung gehört auch die Errichtung einer neuen Erdgasstation innerhalb des Werks. Die ersten Planungen für das gesamte Projekt begannen bereits im September 2016. Die Erdgasstation und die neue Netzanbindung sollen im zweiten Quartal 2018 ihren Betrieb aufnehmen. Currenta investiert hierfür knapp 14 Millionen Euro.

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