Produktion und Instandhaltung im Jahr 2017

Unternehmen im Chempark Dormagen investieren 446 Millionen Euro

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Lanxess und Arlanxeo investieren im Chempark und engagieren sich im Bereich Bildung

Der Chempark Dormagen ist für den Spezialchemie-Konzern Lanxess das Zentrum für die Entwicklung von Hochleistungskunststoffen sowie für die Produktion von Arlanxeo-Kautschuken in Deutschland. Arlanxeo ist ein weltweit führendes Unternehmen für synthetische Kautschuke und wurde im April 2016 als Joint Venture von Lanxess und Saudi Aramco gegründet. Die wichtige Rolle des Chempark spiegelt sich auch in den Investitionen wider: Allein im Jahr 2018 planen der Spezialchemie-Konzern Lanxess und Arlanxeo rund 22 Millionen Euro am Standort Dormagen zu investieren.

Seine deutschlandweite Bildungsinitiative, die Lanxess bereits 2008 ins Leben gerufen hat, führte der Spezialchemie-Konzern auch 2017 fort: Das Unternehmen unterstützte im vergangenen Jahr gleich an fünf verschiedenen Standorten Schulprojekte mit insgesamt fast 70.000 Euro. Das Ziel: den naturwissenschaftlichen Unterricht und das Forschungsangebot an den Schulen nachhaltig zu verbessern. In Dormagen finanzierte der Spezialchemie-Konzern Projekte am Leibniz-Gymnasium, dem Bettina-von-Arnim-Gymnasium und der Realschule Hackenbroich mit knapp 15.000 Euro. Seit dem Start der Bildungsinitiative hat das Unternehmen fast 4,5 Millionen Euro an Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Direkt ins Werk hat Lanxess junge Forscher während seiner Experimentiertage im vergangenen Frühjahr eingeladen. Die Mädchen und Jungen konnten sich mit ihren Lehrern aus rund 60 Versuchen diejenigen aussuchen, die am besten zum Lehrplan und den Lernzielen passen. So wurden beispielsweise Experimente zur Stofftrennung, zur Farbchemie, aber auch zum Thema Säuren und Laugen angeboten. 23 Schülerinnen und Schüler der Dormagener Bertha-von-Suttner Gesamtschule entschieden sich für das Thema „Polymere“. Die Polymerchemie beschäftigt sich mit der Herstellung, Modifizierung und den Eigenschaften von natürlichen (zum Beispiel Stärke und Zellulose) sowie künstlichen Polymeren (zum Beispiel Kautschuke und Kunststoffe). Nachmittags besuchte die Gruppe das Kunststoff-Technikum des Lanxess-Geschäftsbereichs High Performance Materials im Dormagener Werk und lernte die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten des Spezialchemie-Konzerns kennen.

Arlanxeo-Initiativen für Kautschuke und kluge Köpfe

Der Spezialist für synthetische Elastomere erweitert seine globale Produktion für Chloropren-Kautschuke (CR) am Standort Dormagen. Die Produktionskapazität im Chempark für Polychloropren-Kautschuke wird auf insgesamt bis zu 70.000 Jahrestonnen erhöht. Insgesamt investiert Arlanxeo einen höheren einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau, der in der ersten Jahreshälfte 2018 beginnt und bis zum ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein wird. Im Rahmen der Erweiterung wird eine Produktionslinie erneuert und mit neuen Reaktoren ausgestattet, die über eine höhere Kapazität verfügen.

„Die weltweit starke Nachfrage nach unseren Chloropren-Kautschuken wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, sagt Stefan Rittmann, Leiter des ARLANXEO-Chloropren-Geschäftsbereichs und Geschäftsführer von Arlanxeo Deutschland. Der Bedarf an CR-Kautschuken wächst jährlich um etwa vier Prozent, besonders in Asien. Dabei sind Produkte mit speziellen Eigenschaften weltweit besonders stark nachgefragt. Sie werden als Rohstoffe unter anderem zur Herstellung von Kabelummantelungen, Riemen, Transportbändern sowie Taucheranzügen, aber auch für Klebstoffanwendungen, eingesetzt und zeichnen sich durch eine hohe Witterungs-, UV- und Ölbeständigkeit aus. „Zudem ist die Erweiterung ein klares Bekenntnis zu unserem größten deutschen Standort Dormagen, von dem aus wir die globale Nachfrage bedienen“, erläutert Rittmann.

Den Schwerpunkt der Arlanxeo-Bildungsinitiative bildet das Thema Mobilität. Rund 20 Schülern der 9. Klasse der Realschule Hackenbroich nahmen an der Lernwerkstatt im Dormagener Werk teil. An drei Tagen konnten die Schüler Spannendes rund um die Themen Kautschuk und nachhaltige Mobilität entdecken. Neben alternativen Antrieben und Mobilitätsformen lernen sie auch, welche Herausforderungen die Entwicklung von Hochleistungskautschuken für eine nachhaltige Mobilität – etwa für spritsparende und rollwiderstandsarme Reifen – mit sich bringt. Darüber hinaus experimentierten die Teilnehmer und konnten im Schülerlabor beispielsweise Flummis aus Latex herstellen.

Arlanxeo baut sein Engagement im Bereich Bildung kontinuierlich aus. In Deutschland startete Arlanxeo im Mai 2017 seine Bildungsinitiative mit dem Abschluss der ersten Schulkooperation in Dormagen – nämlich eben mit der Realschule Hackenbroich. Eine zweite Schulkooperation wurde kürzlich mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich geschlossen. Im Rahmen der Initiative werden neben Schulworkshops beispielsweise auch Spenden von Chemieequipment an Schulen, Praktika bei Arlanxeo und Besuche von Experten des Unternehmens in Schulen organisiert.

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