Länderreport Tschechien

Tschechische Chemieindustrie kämpft mit hohen Energie- und Rohstoffpreisen

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Geschäftspraxis in Tschechien

Chemische Substanzen, die in einem anderen EU-Land registriert sind, sind grundsätzlich auch in Tschechien frei handelbar. Seit 2012 gelten die neuen EU-Standards zu Verpackung, Kennzeichnung und Klassifizierung chemischer Stoffe. Das "Neue Chemiegesetz" Nr. 350/2011 verpflichtet jetzt Hersteller und Distributoren von Reinigungsmitteln, spätestens bis 1.12.12 ihre chemischen Stoffe im zentralen Informationssystem für Chemieprodukte zu dokumentieren.

Außerdem werden die Meldepflichten für gesundheitsgefährdende chemische Stoffe verschärft. Sie müssen spätestens 45 Tage vor dem Markteintritt beim Gesundheitsministerium angemeldet werden. Die Informationspflicht betrifft Importeure, Lieferanten und Anwender gleichermaßen. Biozide müssen nun über das europäische Registrierungssystem R4BP (Register for Biocidal Products) angemeldet werden.

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Ansonsten ist für die Registrierung neuer Substanzen das Gesundheitsministerium zuständig. Die Registrierung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln obliegt dem Staatlichen Amt für Arzneimittelkontrolle. Neue Pestizide sind bei der Phytosanitären Verwaltung anzumelden, Düngemittel beim Zentralen Kontroll- und Prüfinstitut für die Landwirtschaft.

Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien (siehe etwa die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V..

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in der Tschechischen Republik finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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