Temperaturmessung

Temperatur-Transmitter für verschiedene Einsatzbedingungen

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Ausgangssignale und Kommunikationsprotokolle

Der nächste Entscheidungsfaktor für die Auswahl geeigneter Temperatur-Transmitter betrifft die Festlegung des Ausgangssignals oder des digitalen Protokolls, sofern nicht durch SIL-Vorgaben bereits Einschränkungen bestehen. Der Anwender will natürlich Protokolle verwenden, welche auch in den Anlagen bereits verwendet werden bzw. geplant wurden. In der Prozesstechnik haben sich hier 4 … 20 mA, Hart, Foundation Fieldbus und Profibus PA etabliert. Für alle gängigen Ausgangssignale und Protokolle sind Temperatur-Transmitter in großer Auswahl auf dem Markt verfügbar.

Entscheidend für Planer und Anwender ist, dass der verwendete Temperatur-Transmitter, unabhängig vom Ausgangssignal, eine geeignete Einbindungs-Technologie zur Verfügung stellt. Und dies in zweierlei Hinsicht:

1. Einbindung in Prozessleitsysteme, um den Prozesswert auswerten zu können: Für die Einbindung der Profibus PA-Geräte müssen die entsprechenden gsd-Dateien, für das Einbinden der Foundation Fieldbus-Geräte cff-Dateien im Prozessleitsystem implementiert werden. Für das 4 … 20 mA Signal eines Hart-Transmitters sind keine besonderen Einbindungs-Dateien notwendig.

2. Einbindung in Asset Management-Systeme, um die Temperatur-Transmitter konfigurieren zu können: Für das Einbinden der digitalen Protokolle Hart, Profibus PA und Foundation Fieldbus in Asset Management-Systeme existieren zwei konkurrierende Technologien. Die EDD-, und die FDT-Technologie (EDD – Electrical Device Description, FDT – Field Device Type). Leider unterstützen einige Asset Management Systeme ausschließlich EDD-Technologie, andere wiederum nur FDT-Technologie. An der Zusammenfassung beider Technologien wird gearbeitet, aber eine tatsächliche Lösung ist noch nicht sichtbar. Der Planer bzw. der Anwender muss also einen Temperatur-Transmitter wählen, der alle Vorgaben seines Systems unterstützt. Von Vorteil ist es natürlich, wenn Temperatur-Transmitter beide Systeme unterstützen (EDD- bzw. FDT-Technologie).

Einfaches Handling, übersichtliche Bedienung

Ein abschließendes Kriterium bei der Auswahl ist das einfache Handling beim Einbau und Anschließen der Geräte. Dazu sollten die Abmessungen der Temperatur-Transmitter sowohl der DIN 43735 als auch der DIN EN 50446 genügen, damit sie auch in Komponenten wie Anschlusskopf, Messeinsatz usw. verbaut werden können. Anschlussdrähte sollten sich so komfortabel wie möglich anschließen lassen. Denn im Service und Wartungsfall, aber auch bei der Kalibrierung, muss der Techniker leicht an die Anschlussdrähte bzw. Klemmen gelangen, um das Diagnosetool verbinden zu können.

Fazit

Oft konkurrieren die Ansprüche an den geeigneten Temperatur-Transmitter, sodass in der Praxis meist ein Kompromiss notwendig ist. Weil Langzeitnutzen und -stabilität einer kompletten Messkette aus dem Zusammenspiel der Erfahrungswerte von Planern und Anwendern, der passenden Beratung durch den Gerätehersteller sowie qualitativ hochwertiger Messgeräte resultiert, ist es ratsam, bei Unklarheiten frühzeitig den gewünschten Lieferanten in die Planung einzubinden.

* Der Autor ist Produktmanager Temperatur-Transmitter bei Wika Alexander Wiegand

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