Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie Symrise: US-Behörden stellen Kartellverfahren ein

Von Wolfgang Ernhofer 10 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

09.02.2026

Holzminden (dpa/lni) *15:02 Uhr – Symrise: US-Behörden stellen Kartellverfahren ein

Das US-Justizministerium hat nach Angaben des Unternehmens das seit Jahren laufendes Kartellverfahren gegen den Duftstoffhersteller Symrise eingestellt. Das Ministerium habe Symrise mit Schreiben vom 5. Februar 2026 mitgeteilt, dass es seine Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen des Verdachts auf wettbewerbswidrige Absprachen einstelle, teilte das Unternehmen mit. Ein rechtswidriges Verhalten von Symrise sei nicht festgestellt worden.

Symrise begrüßte die Entscheidung. Der Konzern hatte stets bestritten, sich an unzulässigen Absprachen mit Wettbewerbern im Bereich des Duftstoffgeschäfts beteiligt zu haben. Ausgestanden ist der Fall damit aber noch nicht. In gleicher Sache laufen noch Ermittlungen der EU-Kommission. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat ihr Verfahren gegen Symrise dagegen bereits im Mai 2025 eingestellt. Symrise hoffe nun, dass auch die verbleibenden Verfahren in naher Zukunft beendet werden.

Erstmals bekanntgeworden waren die Ermittlungen vor knapp drei Jahren. Die EU-Kommission hatte damals auch eine Durchsuchung in Holzminden veranlasst und Dokumente sichergestellt. Hintergrund war der Verdacht, das Unternehmen und seine drei größten Wettbewerber könnten ihre Preispolitik abgesprochen haben.

Symrise aus Holzminden hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit größten Herstellern von Duft- und Aromastoffen. Der Dax-Konzern beliefert unter anderem Parfum-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller. Das Unternehmen hat 12.700 Mitarbeiter und Kunden in 150 Ländern. Der Umsatz lag 2024 bei knapp fünf Milliarden Euro.

Ravensburg (dpa/lsw) *13:31 Uhr – Pharmafirma Vetter wächst und investiert in Deutschland

Der weltweit tätige Pharmakonzern Vetter verzeichnet weiter kräftiges Wachstum. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen laut vorläufigen Angaben einen Umsatz von 1,26 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen mit Hauptsitz im oberschwäbischen Ravensburg traditionell keine Angaben.

Der Pharmadienstleister steckte in den vergangenen Jahren immer wieder Geld in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Im Saarland soll nun für mehrere hundert Millionen Euro ein Werk für 2000 Beschäftigte entstehen. Geplant ist in Saarlouis ein neuer pharmazeutischer Produktionsstandort für injizierbare Medikamente. Das Unternehmen gilt in diesem Bereich als Weltmarktführer und wächst seit Jahren. Die Zahl der Beschäftigten liegt aktuell bei 7.300.

Der 1950 vom Apotheker Helmut Vetter gegründete Familienbetrieb ist Spezialist für flüssige und gefriergetrocknete Medikamente, die in Spritzen und andere Injektionssysteme abgefüllt werden. Damit werden Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose und rheumatische Arthritis behandelt. Seit 2016 hat sich der Umsatz verdoppelt.

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