Anlagenbau der Zukunft

Streben nach Energieeffizienz ist für Europas Chemie überlebensnotwendig

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Hausgemachter Wettbewerb

Preisdruck auf Basischemikalien entsteht nicht nur durch die Energie- und Rohstoffpreise, sondern auch die gewaltigen Kapazitäten, die in Nordamerika und Saudi Arabien aus dem Boden wachsen. „Auch Dow wird mit dem eigenen Engagement in Nordamerika und im Nahen Osten diese Entwicklung beflügeln“, sagt Roghmann, der als deutscher Standortleiter eines amerikanischen Konzerns einen ganz anderen Druck aushalten muss als die Produktionsstätte eines in Deutschland fest verwurzelten Konzerns wie BASF.

Sadara Chemical Company, das Joint Venture von Dow Chemical und Saudi Aramco baue einen Mega-Chemiekomplex in Jubail und setze somit eigene Produktionsstätten in Europa unter Konkurrrenzdruck. Damit Dow in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben kann, sind für Roghmann weitere Effektivitätssteigerung und eine Senkung der Herstellungskosten überlebenswichtig.

Innovatives Energiemanagement gesucht

„Insbesondere energieintensive Produktionsprozesse, wie z.B. die Chlor-Alkali-Elektrolyse zur PVC-Herstellung in Schkopau, werden verstärkt nach einem innovativen Energiemanagement suchen müssen, um auch unter steigenden Energiepreisen konkurrenzfähig zu bleiben“, betont Roghmann.

Ansatzpunkte gibt es dabei viele, angefangen von A wie Anlagenplanung bis P wie Prozesssteuerung. „Dows Engineering-Philosophie basiert auf Standardisierung, z.B. im Bereich der Anlagensicherheit (Loss Prevention Principles) oder der Technologie (Most Effective Technologie)“, erklärt Roghmann. Als METs bezeichnet er definierte verfahrenstechnische Prozesseinheiten, welche modular verwendbar sind. Viel Potenzial schlummert auch in der Automatisierung.

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