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Füllstandmessung

Standard gesucht – Füllstandmessung kombiniert Altbewährtes mit Innovation

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Dass altbewährte Messverfahren durchaus Potenzial für innovative Weiterentwicklungen bieten zeigt sich am Beispiel der kapazitiven Produktfamilie Liquicap M von Endress+Hauser, die im Jahr 2005 in den Markt eingeführt wurde. Sie besitzt die besondere Eigenschaft, dass die kapazitive Sonde nicht mehr auf das Medium abgeglichen werden muss. Ein weiteres Beispiel ist die Weiterentwicklung des Schwinggabelgrenzschalters Liquiphant zur kontinuierlichen Dichtemessung Ende 2007.

Bewährte Messtechnik für neue Anwendungen

Spannend wird es auch, wenn bewährte Messtechniken auf neue Anwendungen übertragen werden, wie das Beispiel von Krohne zeigt. So wurden die 10 GHz FMCW-Radarmessgeräte in Reduktionsöfen, in denen Ferrolegierungen in der Eisen- und Stahlindustrie erschmolzen werden, eingesetzt. Anwendungen dieser Art stellen ganz besondere und komplexe Anforderungen: Dies beginnt bei den sehr eingeschränkten Einbauverhältnissen oberhalb des Ofens, die zum Teil sehr komplex gebogene Antennenverlängerungen erfordern, um die Messaufgabe zu erfüllen.

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Weiter erschwert wird die Messung durch Hochstromleitungen der 120 MVA-Öfen, die EMV-technisch zu berücksichtigen sind. Schlussendlich findet man in dieser Anwendung sehr hohe Umgebungstemperaturen von bis zu 200 °C und Prozesstemperaturen von bis zu 1600 °C. „Mit einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Mechanikern, Soft- und Hardwareentwicklern konnte Krohne diese Aufgabe erfolgreich meistern“, erinnert sich Lenz. „Der Kunde war mit den ersten Geräten so zufrieden, dass er uns auch für die Folgeaufträge mit über 100 Geräten das Vertrauen schenkte.

Neue Technologien sind kein Allheilmittel

Wenn neue Technologien entwickelt und eingeführt werden, entsteht oft die Tendenz, diese Technologie als das Patentrezept für alle existierenden Probleme bei bisher entwickelten Messtechnologien zu positionieren. „Verschiedene Technologien für unterschiedliche Applikationen rechtfertigen ihren Platz am Markt. Wir werden daher durch Entwicklungsprojekte alle Messtechnologien zur Füllstandmessung unterstützen“, macht Kumpfmüller klar. So hat Siemens kürzlich den Füllstandmesser Sitrans Probe LU auf den Markt gebracht, der Messgenauigkeiten von 0,15 Prozent im Messbereich garantiert. Diese Entwicklung war bis vor Kurzem in der Ultraschallmessung undenkbar.

Interessant dürften auch die Varianten sein, die über die Sensoren hinausreichen. Ein Beispiel ist die Smart Wireless-Technologie von Emerson, die es erlaubt, Feldgeräte und Sensoren über Funk in einem sich selbst organisierenden Netzwerk sicher mit dem Leitsystem zu verbinden. Daraus könnten sich völlig neue Möglichkeiten ergeben und Messungen erlauben, die sich bisher wegen der mit dem Verlegen von Kabeln verbundenen Kosten verboten haben.

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