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Füllstandmessung

Standard gesucht – Füllstandmessung kombiniert Altbewährtes mit Innovation

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Wesentlich anspruchsvoller: kontinuierliche Füllstandmessung

Diese Erfahrungen teilt Stefan Rejda vom Marketing Füllstand bei Endress+Hauser und benennt den Liquiphant-Vibrationsgrenzschalter für Flüssigkeiten, den es bereits seit 20 Jahren im E+H-Programm gibt, als Standardgerät. Die Anwendungen in der kontinuierlichen Füllstandmesstechnik seien jedoch sehr viel anspruchvoller, etwa bei verflüssigten Gasen oder Schüttgütern bei extremen Temperaturen und Drücken. Für Rejda steht daher fest: „Für die kontinuierliche Füllstandmessung ist ein Idealgerät für 80 Prozent der Anwendungen heute und in naher Zukunft nicht verfügbar.“

Sollten die Anwender allein aus Kostengründen für ein solches Standardgerät plädieren, dämpft Vega-Geschäftsführer Günter Kech die Hoffnungen. „Unsere Geräte sind immer im Hinblick auf die Anforderungen der Namur entwickelt worden. Aber wir sind Hersteller von variantenreichen Geräten und entsprechend organisiert. Für den Preis eines Gerätes spielt die Reduzierung der Anwendungsvielfalt nahezu keine Rolle, da die Geräte modular aufgebaut sind.“ Vielmehr beeinflussen Normierungen wie Ex-Vorschriften, EMV-Richtlinien und vor allen Dingen die SIL-Konformität den Preis von Feldgeräten für die Prozessindustrie.

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Je kritischer die Anwendung, desto wichtiger die Diagnose

Einig sind sich Anwender und Hersteller, dass die Diagnosefähigkeit von Feldgeräten an Bedeutung gewinnen wird. Je kritischer eine Applikation und damit verbunden ein möglicher Anlagenstillstand ist, umso notwendiger ist für den Betreiber die Möglichkeit der Diagnosefähigkeit. „Diagnose hilft, die Kosten bei den Anwendern zu reduzieren, muss sich aber wirtschaftlich rechnen“, ist Rejda überzeugt. Entscheidend bei der Umsetzung ist der enge Austausch zwischen Anwendern und Herstellern, damit unsinnige Meldungen vermieden werden. „Wir sind seit vielen Jahren in den Arbeitskreisen aktiv, welche die Diagnosen definiert haben. Außerdem pflegen wir einen sehr engen Kontakt zu den zuständigen Füllstand-Fachabteilungen und Spezialisten unserer Kunden“, berichtet Lenz. „Insofern kennen wir die Sorgen und Probleme der Anwender mit Füllstandmesssystemen in realen Applikationen.“

Gefordert: Mehr Informationen über den Zustand des Feldgerätes

In Zukunft gilt es, weitere zusätzliche Informationen über den Zustand des Feldgerätes verfügbar zu machen. Das häufigste Problem ist, dass die Daten nicht automatisch zur Überwachung der Geräte zur Verfügung stehen – es sei denn, die Servicetechniker kommunizieren direkt mit dem Gerät über Hersteller spezifische oder Hart-Protokolle zum Laptop oder ähnlichen Geräten. Mit der Einführung von Feldbussystemen lassen sich aktuelle Alarmzustände vom Gerät und vom zu überwachenden Prozess melden und im Voraus Mitteilungen zu notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen direkt an das Betriebspersonal leiten.

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