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Füllstandmessung

Standard gesucht – Füllstandmessung kombiniert Altbewährtes mit Innovation

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„Um die Diagnosefunktionalität der neuen Geräte in vollem Umfang zu nutzen, muss auf der Leittechnik-Seite die entsprechende Gerätebeschreibung vorhanden sein“, gibt Hans-Georg Kumpfmüller, Leiter Business Unit Sensors and Communication im Siemens-Sektor Industry, zu bedenken. Für diese Aufgabe werden bei Siemens in enger Zusammenarbeit zwischen Leit- und Feldtechnik enhanced EDDLs erstellt. „Durch diese enge Verflechtung versetzen wir unsere Kunden in die Lage, eine effiziente Anlagenverwaltung durchzuführen. Wir sind davon überzeugt, dass die Nachfrage zu Asset Management-Lösungen in der Prozessindustrie wachsen wird, da die Vorteile der Diagnoseüberwachung immer mehr erkannt werden.“

Enge Verknüpfung von Leitsystem und Feldgerät

Auch bei Emerson setzt man auf die enge Verknüpfung von Leitsystem und Feldgerät. „Wir sind ja nicht nur Hersteller von Feldgeräten, sondern auch Hersteller von Prozessleitsystemen. Schon von daher hat die Diagnosefähigkeit für uns hohe Priorität“, ergänzt Dr. Kluger. „Aber erst die Einbindung der Geräte in das Leitsystem oder die Nutzung der Diagnosefunktionalitäten durch Einbindung einer Asset Management Software wie unserer AMS Suite ermöglichen es dem Anwender, mit vorausschauender Wartung Anlagenstillstände zu vermeiden und so die Effizienz der Prozesse zu steigern.“

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Die Diagnosefähigkeit wird vor allem dort gefragt sein, wo ein hoher Automatisierungsgrad in der Produktion erreicht werden soll, um vorbeugende Wartung zu ermöglichen. „Dieses Feld bietet viele Möglichkeiten und steht – was die Umsetzung angeht – erst am Anfang“, äußert sich Kech optimistisch, weist aber darauf hin, dass derzeit hauptsächlich analoge Feldmessgeräte – mehr als 80 Prozent – eingesetzt werden, die nahezu keine zentralen Diagnosemöglichkeiten zulassen.

Neues um jeden Preis?

So soll nicht verschwiegen werden, dass neue Technologien nicht automatisch bestehende Standards ablösen – auch mechanische Verfahren, wie Verdränger- und Schwimmersysteme, werden noch weiter ihre Berechtigung haben. Mit dem Übergang von altbewährtem zur neuer Technologie geht man jedoch ganz pragmatisch um. „Das Bessere ist der Feind des Guten“, zitiert Vega-Geschäftsführer Kech den Philosophen Voltaire und ist davon überzeugt, dass einige altbewährte Messverfahren verschwinden oder in der Bedeutung stark zurückgehen und durch Radar ersetzt werden. „Daher wird bei uns neben der Zuverlässigkeit der Messung vor allem die Ausweitung des Anwendungsspektrums unserer Radarmessgeräte im Mittelpunkt unserer Weiterentwicklung stehen.“

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