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Tendenziell sind eher die Elemente anströmseitig von der Oxidation betroffen, als abströmseitig. Probleme mit Delaminierung betreffen stattdessen verstärkt die Elemente auf der Abströmseite, da dort ein auftretender permeatseitiger Überdruck am stärksten ist. Eine finale Klärung kann in diesem Fall jedoch nur eine „Elementautopsie“ liefern, da derartige Beschädigungen nicht von außen bewertet werden können.
Eine Flusszunahme und eine Abnahme des Rückhalts sind jedoch in jedem Fall deutliche Indizien dafür, dass eine Leckage im System vorliegt, welche beseitigt werden muss. Dies kann häufig nur durch einen Austausch von Elementen oder Kleinteilen (wie etwa der O-Ringe oder Interconnectoren) behoben werden.
Wenn der Fluss abnimmt – Fouling unter der Lupe
Im Falle einer Flussabnahme, bzw. wenn höherer Druck angelegt werden muss, liegt eine Verschmutzung (Fouling) vor. Je nachdem wie stark diese ist, kann dies auch zu einer Abnahme des Salzrückhalts führen. Häufig geht diese Verschmutzung mit einem Anstieg des Druckverlustes entlang des Druckrohres einher, da sich die Strömungskanäle verblocken.
Während organisches Fouling hauptsächlich zu Verblockung auf der Anströmseite führt, kommt es abströmseitig durch die höhere Salzfracht eher zu Ausfällungen von Salzen, dem so genannten anorganischen Fouling oder Scaling. Biologisches Fouling kann sich durch Wachstum im gesamten System ausbreiten und daher an unterschiedlichen Stellen gefunden werden.
Häufig ist die Art des Foulings schon durch das Öffnen des Druckrohres festzustellen. Meistens genügt eine kurze Begutachtung, um organische Verblockungen, weiße Salzkristalle oder Biomasse zu finden. Um den Grad der Verschmutzung festzustellen, wird das Element deinstalliert und gewogen. Hierfür wird es zur Gewichtsermittlung etwa 15 Minuten entwässert.
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