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In kleinen Anlagen werden häufig nur einige wenige Messwerte aufgenommen und meistens nicht normalisiert. In diesem Fall sollten bei der Bewertung des Problems auch die Einflüsse der Temperatur sowie Schwankungen der Salzfracht im Wasser berücksichtigt werden. Dabei gilt als Faustformel, dass bei sinkender Temperatur pro Grad auch der Fluss um etwa drei Prozent zurück geht.
Natürlich hängt die Investigation vom beobachteten Problem ab. Sollte sich die Salzpassage erhöht haben, d.h. der Rückhalt ist verschlechtert, kann es auf eine chemische oder mechanische Beschädigung der Membran oder des Elements hindeuten. Im Falle einer Flussabnahme ist der Grund meistens organisches, biologisches oder anorganisches Fouling.
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Tendenzen und mögliche Gründe für eine Leistungsabnahme. Schwierig ist es jedoch, die problematische Stelle in der Anlage zu lokalisieren und das Problem dann zu beseitigen.

Verschlechterung des Salzrückhalts
Im Falle einer Flusszunahme und einer Verschlechterung des Salzrückhalts sollte die Permeatleitfähigkeit aller Druckrohre gemessen und überprüft werden, um herauszufinden, ob einzelne Werte stark nach oben abweichen. Sollte ein Druckrohr auffällig sein, kann das verdächtige Element mit der „Zentralrohr-Testmethode“ identifiziert werden.
Dazu wird ein flexibler Schlauch in das Zentralrohr des Wickelelements bis zum Ende des Druckrohrs eingeführt und langsam wieder heraus gezogen, wobei ein Teil des Permeats im Schlauch aufgefangen und dessen Leitfähigkeit bestimmt wird. Steigt diese an einer Stelle im Rohr plötzlich an, kann anhand der herausgezogenen Schlauchlänge die Position der Leckage genauer identifiziert werden.
Dabei kann entweder das Element selbst beschädigt sein oder aber das Verbindungsstück zwischen den Elementen, der so genannte Interconnector. Sollten alle Elemente eine deutlich erhöhte Leitfähigkeit bei gestiegenem Fluss zeigen, kann dies auf eine irreversible Beschädigung hindeuten. Diese kann durch Oxidationsmittel wie Chlor ausgelöst werden, aber auch durch Lösemittel, die Teile der Polymermembran aufgelöst haben, oder durch einen permeatseitigen Überdruck, was die Delaminierung der Membran zur Folge haben kann.
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