Kohlendioxid-Produktion Spatenstich für Kohlendioxid-Produktion im Industriepark Höchst

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Win-win-Situation im Industriepark Höchst – Für das anfallende Kohlendioxid von Celanese Chemicals, baut das Gasehersteller-Joint Venture CO2 Betriebsgesellschaft eine Weiterverarbeitungsanlage.

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Erster Spatenstich für die neue Kohlendioxid-Produktionsanlage der CO2 Betriebsgesellschaft im Industriepark Höchst.
Erster Spatenstich für die neue Kohlendioxid-Produktionsanlage der CO2 Betriebsgesellschaft im Industriepark Höchst.
(Bild: Westfalen)

Frankfurt am Main – "Das Konzept hat nur Gewinner", freut sich Arno Rockmann von Celanese über den Bau der Kohlendioxid-Anlage im Industriepark Höchst. Mithilfe der Anlage will das Chemieunternehmen bis 2015 seine CO2-Emissionen um die Hälfte reduzieren.

Zum ersten Spatenstich für die neue Kohlendioxid-Produktionsanlage kamen im Industriepark Höchst die Gesellschafter der im Oktober 2012 gegründeten CO2 Betriebsgesellschaft zusammen. An dem Joint Venture sind vier mittelständische deutsche Gasehersteller beteiligt: Die Westfalen aus Münster hält 50 %, die weiteren Kontingente übernahmen Basi Schöberl aus Rastatt, Sauerstoffwerk Friedrich Guttroff aus Wertheim und die Rießner-Gase aus Lichtenfels. Die Gesellschafter investieren insgesamt fünf Millionen Euro in die Anlage, die im November in Betrieb gehen soll.

Wertschöpfende Wiederverwendung von CO2

Konzeption und Bau der Anlage hat die Westfalen übernommen. In den nächsten sechs Monaten entstehen auf einem 1300 Quadratmeter großen Grundstück – gepachtet beim Standortbetreiber Infraserv Höchst – die neuen Gewerke.

Als Rohstoff der Produktion dient Kohlendioxid, das bei der benachbarten Celanese Chemicals im Rahmen der Vinylacetat-Herstellung anfällt. Der Umweltnutzen ist beachtlich: „Wir recyceln ein bisher nicht genutztes Abfallprodukt und sorgen für seine Wiederverwendung“, erläuterte Projektleiter Heinz Gausling von der Westfalen.

Auch bei Celanese freut man sich auf diese Kooperation: „Unsere Vinylacetat-Produktionsanlage im Industriepark Höchst gehört zu den größten ihrer Art. Durch die Anbindung an die neue Kohlendioxid-Anlage können wir die CO2-Luftemissionen unserer Vinylacetat-Produktion weitgehend reduzieren und ermöglichen zudem eine wertschöpfende Wiederverwendung“, betonte Arno Rockmann, Standortleiter von Celanese in Frankfurt und Technischer Geschäftsführer der Celanese Chemicals Europe.

Aus Sicht von Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer der Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst, bestätigt das Projekt einmal mehr die Vorzüge des Industrieparks Höchst, in dem die rund 90 Unternehmen mit ihren Forschungs- und Produktionsaktivitäten ein vielfältiges Netzwerk bilden. „Innovative Projekte mit einem derartigen ökologischen Nutzen lassen sich idealerweise an großen Industriestandorten realisieren, an denen der effiziente Umgang mit Ressourcen zum Tagesgeschäft gehört“, so Mohr.

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