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PROCESS vergleicht Energiemanagementsysteme

Spannung gesucht – dem Energieverbrauch auf der Spur

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Im November 2014 soll das Energiemanagement nach rund drei Jahren intensiver Arbeit und Optimierung ISO 50001-zertifiziert sein. Aktuell laufen zwei Pilotprojekte für Energiemanagementsysteme im Kraftwerk und in der Verbrennung in Uerdingen. Den Entwicklungspartner für Currenta will Schulze im Moment allerdings noch nicht nennen.

KPIs abbilden und verstehen

Egal ob kleine oder große Anlagen, ein erster Schritt, um Einsparpotenziale aufzudecken, ist die korrekte und systematische Abbildung des Verbrauchs aufgeteilt nach Kostenstellen, einzelnen Anlagen und Komponenten – den KPIs (Key Performance Indicator). Nur wer seine Anlagen und Prozesse versteht und über genaue Energieverbräuche informiert ist, kann ein effektives Controlling der Abnahmemengen durchführen. Nach Energiemonitoring und Controlling steht das Energiemanagement an der Spitze der Maßnahmen.

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„Energiemanagement muss ganzheitlich betrachtet werden“, sagt Michael Büßelmann. Er ist bei GE verantwortlich für den Bereich Chemie und hat bei mehreren Projekten Erfahrung in der Branche gesammelt. Der Experte betont den Stellenwert des Return-on-Investment (ROI) im Zusammenhang mit dem Energiemanagement-Portfolio. „Unser Ansatz beinhaltet die Beratung, Planung und Umsetzung unserer Energiemanagement-Lösungen und Unterstützung beim Change Management.“

Eine bewährte Methode ist der PDCA (Plan-Do-Check-Act)-Zyklus, der von der ISO 50001 vorgeschrieben ist und im Zentrum jedes Energiemanagements stehen muss.

Kein Zufall also, dass Bayer bei ihrem hauseigenen Structese (Structured Efficiency System for Energy) auf diese Systematik zurückgreift und drei Kernprozesse definiert: Zuerst identifiziert das System Energieeinsparpotenziale, dann werden entsprechende Maßnahmen ermittelt und schlussendlich werden diese schrittweise umgesetzt. Bis Anfang dieses Jahres war das Energiemanagementsystem in 50 Betrieben eingeführt. Seit 2008 konnte Bayer mithilfe von Structese mehr als eine Million MWh Energie einsparen und die CO2-Emissionen um ca. 300 000 t/a verringern.

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