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PROCESS vergleicht Energiemanagementsysteme

Spannung gesucht – dem Energieverbrauch auf der Spur

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Systeme gibt es für alle unterschiedlichen Bedürfnisse. Verantwortliche Energiemanager haben die Qual der Wahl, sollen sie das passende Werkzeug finden. Dr. Gerd Streubel vom Tüv Süd empfiehlt deshalb Unternehmen vor der Ausschreibung solcher Systeme, immer zuerst eine Energieverbrauchsanalyse durchzuführen. Davon ausgehend solle man ein Konzept entwickeln, sowie festlegen, welche Energieverbräuche und welche Energiearten gemessen werden sollen und wie viel Messpunkte notwendig sind.

„Dabei sollte immer eine spätere Erweiterung bereits berücksichtigt werden. Die Anzahl der Messpunkte bestimmt in entscheidendem Maße den Preis eines solchen Systems. Von den Herstellern werden häufig zu groß dimensionierte Systeme angeboten“, warnt der Experte.

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Das richtige System ist eine Sache, die Zertifizierung eine andere. Unternehmen, die dabei Hilfe benötigen, können sich bei Instituten wie dem Tüv Süd oder Dekra informieren. Diese unterstützen Unternehmen bei der Einführung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001 und bei der Qualifizierung von Energiemanagern und anderen Fachkräften. Nach erfolgreicher Implementierung sind sie berechtigt Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 zu zertifizieren.

Zertifiziertes Energiemanagement zu Gold machen

Besonders wichtig ist die Zertifizierung nach der neuen ISO 50001 für Dienstleister, für die die Urkunde unter Umständen bares Geld bedeuten kann. So ist beispielsweise der Chempark-Betreiber Currenta gerade dabei, ein zyklisches Energiemanagement zu implementieren.

„Im Moment arbeiten wir mit einem externen Ingenieurbüro an detaillierten Effizienzanalysen von 12 bis 14 Anlagen“, berichtet Frank Schulze von Currenta. Er ist für Managementsysteme und Auditierung zuständig und steht vor der Herausforderung, alle Energieströme an den Chempark-Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen und Dormagen zu erfassen. „Wir selber haben einen Energieverbrauch von 2,5 Terawatt und beliefern dazu die Unternehmen im Chempark mit Strom. Da ist es nicht einfach, die Energieströme in einheitliche Kennzahlen umzuwandeln.“

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