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Ohne Harmonie zwischen den Komponenten geht nichts
Bei der Neubetrachtung existierender Rührsysteme erfolgt die Analyse der Anforderungen analog zur ursprünglichen Auslegung von Rührwerken. Unabhängig von den bestimmenden Grundrühraufgaben müssen die Projektbeteiligten die notwendigen Basisinformationen zunächst zusammentragen und auswerten. Unter Umständen sind auch weitergehende Versuche oder Simulationen zur vollständigen Problemanalyse sinnvoll. Um die verfahrenstechnischen Funktionen zu erfüllen, ist es bei einer ganzheitlichen Betrachtung notwendig, alle Komponenten des Systems aufeinander abzustimmen.
Dies sind z.B.
- Stromstörer und strömungsleitende Einbauten,
- Wärmetauscher,
- Tauchrohre,
- Ein- und Auslasspunkte.
Im Unterschied zur Neuanlagen-Auslegung müssen die Entwickler bei der Optimierung von bestehenden Anlagen etwaige Randbedingungen berücksichtigen, welche die Freiheitsgrade der Auslegung reduzieren. Solche Limitierungen können z.B. der zur Verfügung stehende Platz, gegebene Drehzahlen und Motorleistungen oder das vorhandene Rührwerksoberteil mit entsprechendem Wellendurchmesser sein. Zusätzlich zur verfahrenstechnischen Verbesserung der Anlagen ist es unumgänglich, eine mechanische Überprüfung durchzuführen. Dabei ist sicherzustellen, dass die geänderten hydraulischen Kräfte und Eigenfrequenzen von den bestehenden Rührwerks- und Systemkomponenten abgefangen werden können.
Potenzial von Sorbitolreaktoren erkannt
Das z.B. für die Sorbitolherstellung eingesetzte Ekato Combined Gassing System ist ein Beispiel für ein gelungenes Revamping (Abb. 3). Durch Umrüstung eines herkömmlichen oberflächenbegasten Rührsystems auf einen neuen Reaktor, der einen Primärdispergierer (Ekato Phasejet) und ein selbstansaugendes zweites Rührorgan (Ekato Gasjet) enthält, konnte die Batchzeit um nahezu 30 % reduziert werden. Aufgrund der hoch effizienten Rührwirkung wurde die Bildung von Nebenprodukten bei gleichzeitig niedrigerem Katalysatorverbrauch verringert.
Mischzeiten im EPS-Reaktor verkürzt
Ein weiteres Beispiel ist der erfolgreiche Umbau eines konventionellen EPS-Reaktors mit einstufigem, von unten angetriebenem Impeller-Rührorgans. Dieser wurde auf ein zweistufiges Ekato-Viscoprop-Rührsystem umgerüstet, wobei der bestehende Antrieb beibehalten wurde (Abb.1). Durch den Einsatz des axial fördernden Rührsystems wird im gesamten Behältervolumen und unter Einbeziehung der Flüssigkeitsoberfläche eine kurze Mischzeit erreicht. Das Ergebnis ist eine deutlich engere Partikelgrößenverteilung mit der daraus resultierenden höheren Produktqualität.
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