Messsignalverarbeitung

So kombinieren Sie die Vorteile analoger Signalverarbeitung mit digitaler Kommunikation

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Nutzung signalspezifischer IO-Baugruppen

Um das Signal eines Messpunkts an die Steuerung zu senden, entsteht somit ein erheblicher Verdrahtungsaufwand. Zunächst müssen die Signalleitungen an die Sensorik angeschlossen werden, die wiederum mit dem Eingang des Trennverstärkers zu verbinden ist. Vom Ausgang des Interface-Bausteins werden dann zwei Leitungen zur IO-Baugruppe verlegt und an diese angekoppelt.

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Bis zur IO-Ebene sind folglich bereits acht Anschlusspunkte zu verdrahten. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erweist sich zudem als fehleranfällig. Abschließend muss eine Busleitung von der IO-Ebene bis zur zentralen Steuerung gezogen werden, in der die Signalverarbeitung erfolgt. Neben dem Verdrahtungsaufwand wird sofort ein weiterer Nachteil dieses Aufbaus deutlich: der hohe Platzbedarf. Vor der Steuerung muss der Anwender beispielsweise für acht Signale rund 15 Zentimeter Platz auf der Tragschiene veranschlagen, damit die notwendige Interface-Technik und IO-Ebene installiert werden kann.

Vor diesem Hintergrund sowie den daraus zusätzlich resultierenden Kosten verzichten heute viele Anwendungen auf den Einsatz von Interface-Modulen. Daraus ergibt sich zwar eine Ersparnis in puncto Platz und Verdrahtungsaufwand. Auf der anderen Seite müssen jedoch signalspezifische IO-Baugruppen genutzt werden. Entsprechende IO-Karten sind in der Regel deutlich teurer als Karten, die ausschließlich 4…20 mA-Signale verarbeiten können. Hinzu kommt, dass bei signalspezifischen Baugruppen keine kanalweise galvanische Trennung vorliegt, da ihre Eingänge häufig untereinander nicht galvanisch separiert sind. Das bedeutet, dass sich unterschiedliche Messkreise gegenseitig beeinflussen können.

Benutzerfreundlichkeit bei Installation und Wartung

Wie lassen sich die Vorteile der klassischen analogen Verarbeitung von Messsignalen nun einfach handhabbar, galvanisch getrennt und platzsparend mit dem Nutzen der digitalen Kommunikation kombinieren? Phoenix Contact hat sich dieser Aufgabe gestellt und bietet für die Trennverstärker der Produktfamilie Mini Analog Pro eine neue Art der direkten Bus- und Netzwerkanbindung an.

Die 2014 auf den Markt eingeführten kompakten Module zeichnen sich u.a. durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Die frontale Ausrichtung aller Anschlusspunkte und die patentierte steckbare Anschlusstechnik Fastcon Pro sind nur einige Aspekte, die zu einer einfachen Installation beitragen. Darüber hinaus unterstützt die unterbrechungsfreie Strommessung im laufenden Betrieb den schnellen Serviceeinsatz vor Ort.

Gleiches gilt für die großzügigen Beschriftungsflächen und Statusanzeige-LEDs am Trennverstärker, der trotzdem eine Baubreite von lediglich 6,2 Millimeter aufweist. Funktional sind sämtliche Module der Produktfamilie Mini Analog Pro für die herkömmliche Art der Signalverarbeitung konzipiert worden. Ein analoges Eingangssignal wird also galvanisch getrennt in ein analoges Ausgangssignal übertragen.

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