Nadelschutzsysteme

So können Nadelschutzsysteme in bestehende Prozesse integriert werden

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Was wollen die Anwender?

Aktuelle Studien belegen, dass sich rund 85 % der Nadelstichverletzungen durch den Einsatz moderner Sicherheitsprodukte vermeiden lassen. Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass sichere Systeme zum Einsatz kommen müssen, wenn diese zur Verfügung stehen und es möglich ist, damit gleichwertige Arbeitsergebnisse zu erzielen. Für die Auswahl geeigneter Sicherheitssysteme gilt es besonders darauf zu achten, dass diese von den Mitarbeitern akzeptiert und für gut befunden werden. Deshalb sollten Ärzte und Pflegepersonal in die Entscheidung miteinbezogen werden.

Wichtigstes Kriterium: Die gewohnte Handhabung und die Sicht auf Injektionsstellen dürfen nicht behindert werden, um die Punktion weiterhin sicher durchführen zu können. Außerdem soll die Sicherheitsvorrichtung den Patienten nicht verletzen.

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Da die EU-Direktive nur die Arbeitgeber im Gesundheitswesen anspricht, sind pharmazeutische Hersteller prinzipiell nicht verpflichtet, das Risiko von Nadelstichverletzungen bei der Handhabung ihrer Produkte zu reduzieren. Die Pharmaindustrie hat bereits einige Produkte mit passiven oder aktiven Sicherheitsmechanismen auf den Markt gebracht.

Passiv oder aktiv – wo liegt der Unterschied?

Bei den passiven Instrumenten sollte der Sicherheitsmechanismus ohne Zutun des Benutzers durch den normalen Handlungsablauf automatisch ausgelöst. Diese Auslöseform findet sich beispielsweise bei den meisten sicheren Venenverweilkathetern, bei denen der Nadelschutz automatisch durch das Entfernen der Führungsnadel aus dem Katheter ausgelöst wird. Aktive Schutzmechanismen löst der Arbeitnehmer bewusst aus. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass der Anwender den Auslösevorgang in jedem Fall selbst und damit aktiv steuern kann. Es kommt dabei z.B. zur Retraktion von Kanülen in eine Schutzhülse, zum Abwurf von Kanülen oder zur Überdeckung von Kanülen mit einem Schutzschild. Sicherheitsingenieure empfehlen, dass Schutzsysteme über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Der Sicherheitsmechanismus ist Bestandteil des Systems und kompatibel mit anderem Zubehör.
  • Seine Aktivierung muss mit nur einer Hand erfolgen können.
  • Seine Aktivierung muss sofort nach Gebrauch möglich sein.
  • Das Sicherheitsprodukt darf die Sicherheit des Patienten nicht gefährden.
  • Der Sicherheitsmechanismus schließt einen erneuten Gebrauch aus.
  • Das Sicherheitsprodukt erfordert keine Änderung der Anwendungstechnik.

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