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Rohleitungen lassen sich problemlos reinigen
Auch die zuverlässige Reinigung der jeweiligen Rohrleitungen mit den dort angebauten Messgeräten ist mit der neuen Manometerlösung problemlos möglich. Das Gerät erfüllt die in der Branche häufig geäußerte Forderung, dass Messgeräte auch vor Ort, also im eingebauten Zustand, zu reinigen sein müssen. Die geforderte CIP-Fähigkeit (Cleaning in Place) wird beim PG43SA durch eine totraumfreie Konstruktion und durch entsprechende Oberflächenrauheiten von Ra ≤0,4 µm realisiert. Bei einer solchen CIP-Reinigung, wird die Reinigung nach dem Vorspülen, das grobe Verschmutzungen entfernen soll, mit alkalischen Mitteln fortgesetzt. Danach wird das Reinigungsmittel zunächst mit Wasser ausgespült und eventuelle Kalkablagerungen werden entfernt; abschließend wird die verwendete Säure ausgespült, die Prozessleitung mit Desinfektionslösung gespült und wieder mit Wasser geklärt.
Auf den CIP-Prozess folgt der SIP-Prozess (Sterilisation in Place). Dabei wird heißer Dampf mit bis zu 150 °C in den Prozess eingebracht, um eine Kontamination der Prozessleitungen mit Nasskeimen zu verhindern. Diese Sterilisation dauert bis zu 60 Minuten. Für diese und noch weiter gehende Reinigungsprozesse muss das Druckmessgerät nicht ausgebaut werden. Der Typ PG43SA kann mit bis zu 40 bar beaufschlagt werden, ohne dass das Messgerät Schaden nimmt. So könnte die Prozessleitung mit entsprechend hohem Druck gespült werden.
Darüber hinaus ist das Monometer auch autoklavierbar, d.h. es kann dampfsterilisiert werden. Dies ermöglicht u.a. eine spezielle Sichtscheibe aus Polysulfon, einem Kunststoffmaterial, das sich auch bei höheren Temperaturen nur minimal ausdehnt.
Drucküberwachung in Sterilbehältern
Neben der Drucküberwachung in der Prozessleitung kann der PG43SA auch für die Drucküberwachung von Sterilbehältern verwendet werden. Dabei handelt es sich um Behälter aus Edelstahl, die zum Transport von Grundstoffen für die Medikamentenherstellung oder von Zutaten für die Getränkeherstellung, z.B. Fruchtsaftkonzentrat, dienen. Weil die Zutaten nicht oxidieren dürfen, wird nach der aseptischen Befüllung ein inertes Gas, z.B. Stickstoff, beigefügt. Durch dieses Gas entsteht im Behälter ein Druck von bis zu 5 bar. Durch die Überwachung mit dem Manometer kann der Anwender mit einem Blick feststellen, ob der Behälter unter Druck steht oder nicht.
Speziell für diese mobilen Behälter ist das sehr kompakte und robuste Gerätedesign in den Nenngrößen 40 oder 63 Millimeter ein großer Vorteil. Durch die Integration des rückseitig zentrischen Prozessanschlusses in das Gehäuse ist außerdem ein platzsparender Einbau sichergestellt. ●
* Der Autor ist Produktmanager Prozessgeräte bei WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg.
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