Es sind nur drei Buchstaben – aber an ihnen kommt in der Prozessindustrie niemand vorbei: SIL! Umso wichtiger ist es, in Fragen der Funktionalen Sicherheit – und angesichts der zunehmenden Vernetzung durch Industrie 4.0-Anwendungen auch in puncto Cybersicherheit – immer auf dem Laufenden zu bleiben. Wir sorgen für geballte Expertise und Antworten auf drückende Fragen...
Der Umgang mit SIL wirft im praktischen Betrieb immer noch und immer wieder Fragen auf. Auf dem SIL-Forum 2023 (14. September, Würzburg) erhalten Sie Antworten.
Der berühmt-berüchtigte Safety Integrity Level – kurz SIL, auf Deutsch Sicherheitsanforderungsstufe – spezifiziert die Anforderungen für die Sicherheitsintegrität von Sicherheitsfunktionen elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer (E/E/PE)-Systeme. Klingt für den Nicht-Fachmann oder jemanden, der sich nicht unbedingt nächtlich das internationale Normenwerk IEC 61508/IEC61511 unters Kopfkissen legt, kompliziert. Einfach zusammengefasst: Damit ein System im Ernstfall nicht zur Gefahr für Mensch und Umwelt wird, muss es systematisch auf Funktionale Sicherheit ausgelegt werden. Speziell in der Chemieindustrie, wo die Anforderungen an die Sicherheit besonders hoch sind, sind die SIL-Vorgaben daher ein zentrales Kriterium für Anlagenbauer und Anlagenbetreiber. Grundsätzlich gilt: Je höher der SIL eines Systems, desto verlässlicher kann dieses die geforderten Sicherheitsfunktionen ausführen.
SIL-Forum
Auf dem SIL-Forum am 14. September 2023 in Würzburg erwarten Sie spannende Vorträge, in denen Sie den neuesten Stand zum Thema Funktionale Sicherheit und Security erfahren. Im Fokus stehen Lösungsansätze und Experten-Tipps für den beruflichen Alltag sowie der Erfahrungsaustausch. Exklusiv-Workshops bieten die Möglichkeit, ausgewählte Themen anhand konkreter Praxisbeispiele zu vertiefen.
Die Crux: einen normfesten Sicherheitskreis zu entwerfen, ist alles andere als einfach. Der Umgang mit SIL wirft im praktischen Betrieb immer noch und immer wieder Fragen auf. Und als wäre das noch nicht genug – angesichts der zunehmenden Digitalisierung und damit Vernetzung durch Industrie 4.0-Anwendungen, der sich die Prozessindustrie längst nicht mehr verschließen kann, tun sich viele neue Fragen in puncto Sicherheit auf. Waren Funktionale Sicherheit (Safety) und Cybersicherheit (Security) früher strikt getrennte Welten, so sind sie heute eng verzahnt. Sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen müssen neben Safety auch Security unterstützen. Immer noch gehen viele Anwender davon aus, dass eine SIL-Sicherheitsfunktion auch gegenüber Cyber-Bedrohungen resistent ist, und wenn nicht, dann wenigstens in einen Fail-Safe-Zustand zurückfällt. Dem sei jedoch nicht so, mahnte Erwin Kruschitz von Anapur, Leiter des Namur-Arbeitskreises „Automation Security“ auf dem SIL-Forum 2021, einfach weil die SIL-Integritätsbetrachtungen bislang absichtliche Manipulationen nicht berücksichtigt haben. Cyber-Bedrohung sei genauso zu berücksichtigen, wie eine Korrosion oder die EMV einer PLT-Schutzeinrichtung.
Gut, dass das SIL-Forum auch in diesem Jahr wieder SIL-Einsteigern und SIL-Profis eine Bühne bietet, um sich auszutauschen, von Experten zu lernen und praxisnahe Antworten auf individuelle Fragen rund um Safety & Security zu erhalten.
Das Besondere in diesem Jahr: Als Teilnehmer des SIL-Forums profitieren Sie vom parallel stattfindenden Smart Process Manufacturing Kongress (13./14. September), der sich 2023 das Motto „Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit den Wandel gestalten“ gegeben hat.
Die Eröffnungs-Keynote im gemeinsamen ersten Themenblock am 14. September hält Peter Sieber, Vice President Strategic Marketing bei Hima, der nochmal eines der Schwerpunktthemen der letzten Namur-Hauptsitzung auf die Bühne bringt und den Weg in die „Digitalisierung der Funktionalen Sicherheit mit Mehrwert“ aufzeigt. In weiteren Vorträgen erfahren Sie, warum wir für die Digitalisierung unser Verständnis von OT ändern müssen (Stefan Plogmann, Accenture) und warum es ohne OT-Security keine Digitalisierung geben kann (Martin Draxlbauer, Wacker Chemie). Eine gemeinsame Abschlussdiskussionsrunde am Nachmittag widmet sich der Vision vom unternehmensübergreifenden Datenraum, wie er die Digitalisierung beflügeln soll und warum Scheitern keine Option ist.
Herzstück des SIL-Forums ist und bleibt aber natürlich die Funktionale Sicherheit, um die sich in vier Workshops alles dreht – gestaltet von den Unternehmen Vega, Jumo, Hima sowie Wika. Deren SIL-Experten freuen sich auf Ihre Fragen und haben auf der begleitenden Ausstellung (ebenfalls zusammen mit dem Smart Process Manufacturing Kongress) auch Sicherheitstechnik zum Anfassen im Gepäck.
Die Workshops des SIL-Forum 2023 – diese Referenten freuen sich auf Sie:
Im Workshop von Vega erfahren Sie, wie moderne Füllstandmesstechnik Anwender über den kompletten Lebenszyklus hinweg zuverlässig bei Safety und Security unterstützen kann. Bei Jumo lernen Sie die Normen der Funktionalen Sicherheit, des Explosionsschutzes und der Zündquellenüberwachung kennen und erfahren, wie sie SIL-Messketten aufbauen. Im Hima-Workshop lernen Sie, wie Sie das Life Cycle Management Ihrer Sicherheitseinrichtungen vereinfachen können. Wika fokussiert auf SIL-Lösungen in der Temperaturmesstechnik. Besonderes Highlight in diesem Workshop: In einem Hands-on-Training kann jeder Teilnehmer an seinem persönlichen Laptop einen innovativen Temperaturtransmitter konfigurieren. Die Teilnehmer erleben somit „live“ die schnelle und einfache Konfiguration von Sensoren.
Stand: 08.12.2025
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In der Abschluss-Keynote schließlich verrät Nicolas Bennerscheid (TUEG Schillings), wie alternative Datenquellen mittels KI das Leben von Feldgeräten verlängern können.