Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen Rohstoffe für chemisches Recycling: OMV und Interzero errichten neue Sortieranlage

Quelle: OMV 2 min Lesedauer

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Die österreichische OMV hat die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau einer von Interzero entwickelten innovativen Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen für das chemische Recycling bekannt gegeben. Insgesamt wird der Konzern mehr als 170 Millionen Euro in den Bau der hochmodernen Anlage im süddeutschen Walldürn investieren.

Die von Interzero entwickelte Sortieranlage soll über eine Kapazität zur Verarbeitung von bis zu 260.000 t gemischter Altkunststoffe pro Jahr verfügen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die von Interzero entwickelte Sortieranlage soll über eine Kapazität zur Verarbeitung von bis zu 260.000 t gemischter Altkunststoffe pro Jahr verfügen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Eine von Interzero entwickelte Sortieranlage soll als erste ihrer Art in groß-industriellem Maßstab Rohstoffe für das chemische Recycling der OMV herstellen. Die hochmoderne Sortieranlage in Walldürn wird über eine Kapazität zur Verarbeitung von bis zu 260.000 t gemischten Altkunststoffen pro Jahr verfügen und damit die Rohstoffe für die Produktion von neuwertigen Polyolefinen liefern. Dieses Sortierverfahren ermöglicht die Gewinnung einer polyolefinreichen Fraktion aus einem Abfallstrom, der derzeit noch in der thermischen Verwertung endet. Im Sinne der Abfallhierarchie liegt der Fokus daher bei den hier eingesetzten Altkunststoffen, die nicht für mechanisches Recycling geeignet sind. Damit wollen die Unternehmen sicherstellen, dass chemisches Recycling nicht in Konkurrenz zum mechanischen Recycling steht. Der in der neuen Sortieranlage eingesetzte Sortierprozess wurde bereits im industriellen Maßstab getestet, und das Produkt erfolgreich als Rohstoff in der Reoil-Pilotanlage der OMV verarbeitet.

Die OMV wird 89,9 % der Anteile an dem Joint Venture halten und 10,1 % der Anteile entfallen auf Interzero. Der Produktionsstart der neuen Anlage soll 2026 erfolgen. Der Spatenstich ist bereits für den 20. November 2023 mit Gästen aus der Politik geplant.

Die von der OMV entwickelte und patentierte Reoil-Technologie ist eine chemische Recyclinginnovation, die mechanisch nicht wiederverwertbare Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl umwandelt. Am OMV Standort Schwechat wird derzeit eine neue Reoil-Anlage mit einer Kapazität von 16.000 t pro Jahr errichtet. Wie die bestehende Pilotanlage wird auch die neue Anlage über eine ‚International Sustainability and Carbon‘-Zertifizierung (ISCC Plus) verfügen, die die Rückverfolgbarkeit über die gesamte Lieferkette sicherstellt und gewährleistet, dass die Wertschöpfungskette alle Umwelt- und Sozialstandards erfüllt. Die Anlage wird vollständig in den petrochemischen Bereich der Raffinerie Schwechat integriert sein, wodurch die OMV eine optimale Nutzung der Ressourcen und eine maximale Effizienz gewährleisten kann. Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer Reoil-Anlage im industriellen Maßstab mit einer geplanten Kapazität von 200.000 t pro Jahr.

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