Reinraumtechnik Reinräume mit autoklavierbaren Saugern sicher reinigen

Autor / Redakteur: Ingo von Witzenhausen / Anke Geipel-Kern

Um einen Reinraum rein zu halten, ist nicht nur Partikelkontrolle gefragt, sondern auch die Minimierung von Pilzen, Viren und Bakterien. Ein Spezialsauger erledigt dies selbst in Reinräumen der Klasse 10.

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Ein Reinraum ist nicht per se rein, sondern es braucht erheblichen technischen Aufwand, um die gewünschte Reinraumklasse aufrecht zu erhalten. Kontaminationsquellen gibt es trotz aller hygienischer Maßnahmen immer. Nicht nur der Mensch, sondern auch das im Reinraum verwendete Material und Werkzeug, sogar abblätternde Farbe oder Beschichtungen spielen als Ursache eine wichtige Rolle. Alle ver- und bearbeiteten Materialien können früher oder später die Reinräume so kontaminieren, dass spezielle Maßnahmen ergriffen werden müssen. Der Betreiber eines Reinraumes steht immer vor der Frage, wie denn die Reinigung im Reinraum auszusehen hat.

Partikel einfangen

Freie Partikel werden im Reinraum zum großen Teil bereits über das „Downstream“-Verfahren abgeschieden. Das bedeutet, dass in vielen Reinräumen ein Überdruck gegenüber dem Umgebungsdruck aufrecht erhalten wird, und die Lüftung in dem Raum von oben her erfolgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Entlüftungen liegt diese nicht oberhalb der Arbeitsbereiche, sondern unterhalb, in Bodennähe. Dadurch werden viele Partikel, die der Schwerkraft unterliegen, innerhalb der Lüftungstechnik abgeschieden bevor sie den Boden erreichen. In Reinräumen gibt es physikalische Gegebenheiten, die verhindern, dass Partikel dorthin fliegen, wo man sie am leichtesten abscheiden kann. Es können Adhäsionskräfte, Luftverwirbelungen oder Ecken und Kanten sein, die Schwierigkeiten bei der Partikelabscheidung machen.

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